Bildaufbau

Der fotografische Blick

Bronzefiguren am Markt, Nikon D5300, Sigma f/2.8 70-200mm, 225mm KB, 1/350s, f/2.8, ISO400

Der fotografische Blick meint, dass das Auge trainiert ist, ein Motiv zu erkennen und es interessant in einem Foto umzusetzen vermag. Den fotografischen Blick können Sie trainieren.

Damit Ihr Bild Aufmerksamkeit erregt, muss es technisch gut sein. Das reicht aber nicht. Ihr Foto muss den Betrachter fesseln, in seinen Bann ziehen. Der Blick soll im Bild verweilen können.

Ich zeige Ihnen auf, wie Sie Ihren Blick schulen und auf was Sie beim Komponieren Ihrer Fotos achten können.

Technik und gute Bilder

Viele Fotobegeisterte meinen, dass sie eine gute Kamera und teure Objektive brauchen, um gute Bilder zu machen. Aber was nützt Ihnen die beste, teuerste Ausrüstung, wenn Sie damit nicht umgehen können oder Sie keinen Blick für das besondere Motiv haben?

Die Kamera ist nur so gut wie das Auge hinter der Kamera, welches das Motiv auswählt und ins richtige Licht rückt. Mit einer einfachen Kamera macht ein geschultes Auge besser Bilder als ein ungeschultes Auge mit einer Profi-Spiegelreflexkamera.

Das Gewusst wie ist bedeutungslos, wenn es nicht durch das Gewusst warum geleiten wird. (Andreas Feininger, Fotograf)

Der fotografische Blick – das Auge schulen

Aus diesem Grund empfehle ich Fotoanfängern immer wieder, zuerst mit dem Smartphone oder einer günstigen Kompaktkamera auszuprobieren und erst auf teurere Ausrüstung umzusteigen, wenn das Hobby Sie wirklich über längere Zeit fesselt.

Es reicht schon, wenn Sie die Tipps aus dem Thema der fotografische Blick mit Ihrem Smartphone ausprobieren. Üben geht mit jeder Kamera. Und das Smartphone haben Sie wahrscheinlich immer dabei. Ein weiterer Vorteil: Sie müssen sich (noch) nicht mit allen technischen Einstellmöglichkeiten herumschlagen sondern konzentrieren sich voll auf die Bildgesstaltung und die Motivsuche.

Das folgende Bild ist mit einem normalen Smartphone und dem OpenCamera-App im Negativ-Modus geknipst worden.

Winterstimmung am Weiher mit Negativ-Effekt- fotografieren im Schnee

Winterstimmung am Weiher, Samsung Galaxy S4, 31mm KB, 1/125s, ISO50, Negativ-Effekt mit Camera-App

Wenn Sie mit einer Spiegelreflexkamera arbeiten wollen, empfehle ich Ihnen, sich zuerst mit den wichtigsten Einstellmöglichkeiten Ihrer Kamera auseindersetzen. Blende, Brennweite und Verschlusszeit haben einen grossen Einfluss auf die Bildgestaltung. Dann haben Sie das Wissen, sich mit dem Motiv und den Gestaltungsmöglichkeiten zu beschäftigen. Unter fotografieren Lernen finden Sie Tipps zu den wichtigsten Einstellmöglichkeiten und ihren Auswirkungen auf das Bild.

Der fotografische Blick - doppeldeutig

Der fotografische Blick – doppeldeutig, Nikon D5300, Nikkor f/4.5-5.6 55-300mm, 450mm KB, 1/250s, f/5.6, ISO1000

Den fotografischen Blick schulen

Mit dem fotografischen Blick bezeichnen wir den Blick für Bildaufbau und eine Bildkomposition. Ohne den fotografischen Blick bleibt ein Bild gewöhnlich und hebt sich kaum von der Masse ab. Es ist wichtig, dass Ihr Bild etwas Besonderes wird. Es soll ein Motiv so zeigen, wie es andere Menschen nur auf Ihrem Foto sehen können. Dann überrascht es wirklich.

Wenn Sie sich mit einem Motiv auseinandersetzen, die Umgebung und Lichtstimmung beobachten, dann trainieren Sie Ihren Blick für das gute Bild. Hinter kreativen Aufnahmen steckt oft viel Arbeit.

Die Eigenschaft, ein tolles Bild zu komponieren, ist nicht angeboren und kann oder muss geübt werden. Damit Sie Ihren fotografischen Blick trainieren können, brauchen Sie ein gewisses Hintergrundwissen zur Bildgestaltung und viele Möglichkeiten zum Experimentieren. Sie werden sehen, wie Ihre Bilder von Woche zu Woche aussagekräftiger werden.

der fotografische Blick - Kuhblick

Kuhblick, Nikon D5300, Nikkor f/4.5-5.6 55-300mm, 255mm KB, 1/500s, f/5, ISO100

Mit dem fotografischen Blick entdecken Sie viele Motive erst. Davor sind Sie an einem auf dem Asphalt liegenden Herbstblatt achtlos vorbeispaziert. Jetzt erkennen Sie schon auf Distanz das Potential.

Dass Sie sich Gedanken zur qualitativen Umsetzung eines Motives machen, zeigt den Unterschied zwischen Fotografieren und der Schnappschuss-Fotografie.

Ich wünsche Ihnen viel Spass beim schrittweisen Ausprobieren!

Unsere Themen zur Bildgestaltung:

Bildgestaltung und Bildwirkung / Sehtraining - den fotografischen Blick schulen / Tiefenwirkung erzeugen / Diagonalen und Linien / Wie sieht die Kamera ein Motiv? / Wie entsteht ein gutes Foto? / Workshop Bildgestaltung / Der Fotografische Blick / die richtige Perspektive / Übungen besser fotografieren lernen / Checkliste optimale Bildgestaltung



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