Kaufberatung

Welche Objektive kaufen

orange Blüte - Makrofotografie, Nikon D750, Sigma Makro f/2.8 105mm, 1/500s, f/5, ISO100

Welche Objektive kaufen? Makrofotografie orange Blüte

Welche Objektive kaufen? Welche Objektive brauche ich?

Welche Objektive kaufen? Diese Frage stellt sich allen, die sich intensiver mit dem Fotografieren beschäftigen wollen. In diesem Artikel geht es um die Wahl der Brennweite, bzw. den Verwendungszweck eines Objektivs. Haben Sie sich dafür schon entschieden? Dann gehen Sie direkt zum Thema Tipps zum Kauf von Objektiven.

Der Vorteil der Spiegelreflexkameras ist die Möglichkeit, das Objektiv je nach Motiv auszutauschen.

Wenn Sie Ihre erste Spiegelreflexkamera kaufen, werden Sie sich wohl für ein kostengünstiges Kit (Kameragehäuse mit Objektiv) entscheiden. Die Nikon-Gehäuse (Nikon D5300, D7000, D7100…) werden zum Beispiel mit einem Nikkor f/3.5-5.6 18-105mm Zoom angeboten. Sie erhalten damit ein preisgünstiges Objektiv, welches für den Anfang die wichtigsten Brennweitenbereiche abdecken wird und zudem qualitativ schon recht gut ist.

Sobald Sie sich spezialisieren oder neue Motivbereiche entdecken, werden Sie sich für andere Objektive interessieren. Die Abbildungsqualität eines Objektivs ist wichtig. Der beste Kamerabody (Gehäuse) nützt Ihnen nichts, wenn Sie ein schlechtes Objektiv davor schrauben. Meist lohnt es sich, mehr in ein Objektiv zu investieren als einen besseren Body zu kaufen. Das Vergleichen von Testberichten in Fotozeitschriften kann Ihnen dabei viel helfen.

Ich zeige Ihnen auf, für welche Motivgruppen die unterschiedlichen Objektive in Frage kommen und auf was Sie beim Kauf achten sollten.

Normalobjektive

AF-S FX NIKKOR 50mm f/1.8G Normalobjektive

AF-S FX NIKKOR 50mm f/1.8G Normalobjektive

Als Normalobjektiv bezeichnet man eine Brennweite, welche der Diagonalen des Aufnahme-Bildformates entspricht. Beim klassischen Kleinbildformat (24mm x 36mm) beträgt die Bild-Diagonale 43mm. Beim Kleinbildformat bezeichnet man die 50mm als Normalbrennweite.

Wenn Sie eine Kamera mit kleinerem Bildsensor (Halbformat) verwenden, entspricht der dadurch kleinere Bildausschnitt einer grösseren Brennweite. Mit dem Crop-Faktor berechnet man die verlängerte Brennweite. Eine 35mm-Festbrennweite entspricht an einer Halbformatkamera von Nikon (DX) ungefähr einer 50mm-Normalbrennweite (35mm x 1.5 = 52mm), bei Canon APS-C-Sensoren 56mm (1.6 x 35mm = 56mm).





Weitwinkelobjektive

Welche Objektive kaufen? Tokina f/2.8 11-16mm Weitwinkelzoom

Welche Objektive kaufen? Tokina f/2.8 11-16mm Weitwinkelzoom

Welche Objektive kaufen? Ein Weitwinkelobjektiv weist eine kürzere Brennweite auf als das Normalobjektiv. Dadurch wird der Bildausschnitt vergrössert und Sie bringen viel mehr Motiv auf Ihr Bild. Je kleiner die Brennweite, desto grösser wird der Schärfentiefenbereich. Diese Objektive eignen sich besonders für Landschaften und Architekturfotografie.

Die Weitwinkelobjektive teilt man in leichte und starke Weitwinkelobjektive ein.

Ein leichtes Weitwinkelobjektiv weist eine Brennweite von 28-35mm (Kleinbild = KB) auf. Dadurch sind die Verzeichnungen (Verzerrungen gegen den Bildrand) kleiner. » Tamron SP 35 mm f/1.8 Di VC USD

Das Superweitwinkel im Brennweitenbereich von 10-24mm bringt einen extrem grossen Bildwinkel und aussergewöhnliche Perspektiven.

Der Extremfall der Weitwinkelobjektive ist das Fisheye. Mit einem Blickwinkel von bis zu 180 Grad entstehen durch die grossen Verzeichnungen tolle Effekte und Sie bekommen eine ganze Skyline auf ein einziges Bild. Der Einsatzbereich ist dadurch aber sehr beschränkt, der Effekt nicht oft einsetzbar.

Meine Wahl: Wenn Sie mit einer Halbformatkamera fotografieren, lohnt sich die Anschaffung eines Super-Weitwinkelobjektiv. Mit dem Tokina f/2.8 11-16mm habe ich ein Objektiv mit grosser Lichtstärke und – mit dem Crop-Faktor umgerechnet – ein 16-24mm-Objektiv.

» Warum ein Weitwinkel-Zoom kaufen?

Teleobjektive

Mit Teleobjektiven holen Sie sich Ihr Motiv näher heran. Der Bildausschnitt ist kleiner. Wir unterscheiden zwischen leichten Teleobjektiven von etwa 80 – 140mm Brennweite, einem Standardbereich von 140 bis 300mm und den Superteles mit noch längerer Brennweite.

Das leichte Tele mit 80-140mm eignet sich perfekt für Portraitfotografie, da die geringe Schärfentiefe Personen vor einem Hintergrund isolieren kann und die Brennweite kaum zu Verzeichnungen führt.

Mit einem Standard-Zoombereich von 140-300mm sind Sie für Tier-, Reise- und Sportfotografie gut ausgerüstet. Sie holen sich die Motive näher heran oder können einen kleineren Bildausschnitt (Detailaufnahmen) wählen.

Mit einem Superteleobjektiv von mehr als 300mm können Sie scheue Tiere formatfüllend einfangen oder Sportler nahe heranholen. Durch den sehr kleinen Bildausschnitt und die schwere Optik wird es immer schwieriger, aus der Hand zu fotografieren. Bei solchen Brennweiten ist ein Stativ nötig, um scharfe Aufnahmen zu erreichen.

Meine Wahl: Ich arbeite mit einem Nikkor f/3.5-4.5 18-105mm Zoom (27-157mm KB) und dem Nikkor f/4.5-5.6 55-300mm Telezoom (78-450mm KB). Mit dem Sigma f/2.8 70-200mm Tele-Zoom habe ich zudem ein hervorragendes Objektiv, welches zwar rund 1 kg wiegt, aber qualitativ hochstehend ist. Die Lichtstärke von f/2.8 über den ganzen Brennweitenbereich ist toll.

Zoom-Objektive

Welche Objektive kaufen? Nikkor f/4.5-5.6 55-300mm-Zoom

Nikkor f/4.5-5.6 55-300mm-Zoom

Vor Jahrzehnten arbeitete man vor allem mit Festbrennweiten. Zoom-Objektive gab es noch wenige. Ihre Qualität lag deutlich unter den der Festbrennweiten. Inzwischen gibt es hochwertige Zoom-Objektive und preisgünstige Alternativen mit guter Abbildungsqualität.

Zoom-Objektive sind immer ein Kompromiss: Die Optik muss für verschiedene Brennweitenbereiche optimiert werden. Zoomobjektive mit kleinen Brennweitenbereichen (z.B. 18-50mm) sind den Zooms mit grossen Brennweitenbereichen (z.B. 18-300mm, Reise-Zooms) qualitativ überlegen. Dafür müssen Sie öfters die Optik wechseln.

Am verbreitesten ist der Brennweitenbereich 70-200mm. Ich habe das ein Kilo schwere Sigma f/2.8 70-200mm EX DG APO HSM geleistet. Die Abbildungsqualität ist hervorragend!





Eine Festbrennweite wird ein Zoom in Sachen Qualität immer überragen, aber es ist natürlich viel komfortabler, mit einem oder zwei Zooms durch die Gegend zu streifen als mit einem schweren Rucksack voll unterschiedlicher Festbrennweiten.

Standard-Zoom

Wenn Sie eine neue Kamera kaufen, bekommen Sie ein Kit-Objektiv dazu. Meist sind das Standard-Zooms von 18-105mm oder von 18-70mm. Für den Anfang die perfekte Einsteigerlösung.

Reise-Zoom – Welche Objektive kaufen?

Sie sind vor allem für Hobbyfotografen ausgerichten und werden für Halbformatkkameras hergestellt. Bridgekameras besitzen meist auch ein Reise-Zoom, welches fix verbaut ist. Die Preise sind im Vergleich zum erhaltenen Brennweitenbereich moderat. So erhalten Sie Reise-Zooms mit einer Brennweite von 18-300mm (entspricht bei einer Halbformat-Kamera 27-450mm).

Durch den grossen Brennweitenbereich werden aber auch die Kompromisse in Sachen Qualität und Lichtstärke grösser und Sie können keine durchgehende Offenblende erwarten. Dafür haben sie EIN Objektiv und schützen die Kamera vor Staub, der beim Wechseln immer eindringen kann.

Festbrennweiten

Im Gegensatz zu den sehr flexiblen Zoom-Objektiven weisen Festbrennweiten wie der Name schon verrät eine fixe Brennweite auf. Der Vorteil einer Festbrennweite ist die deutlich bessere Abbildungsqualität und die grössere Lichtstärke. 50mm-Objektive weisen eine Offenblende von f/1.2, f/1.4 oder f/1.8 auf. Damit können Sie mit Schärfe und Unschärfe perfekt spielen und tolle Effekte erzielen. Besonders der bei Offenblende entstehende Bokeh-Effekt ist hier speziell zu erwähnen.

Meine Wahl: Sehr gerne arbeite ich mit dem Nikkor f/1.8 50mm-Objektiv (75mm KB) und dem Nikkor f/1.8 35mm-Objektiv (52mm KB). Das Tamron f/1.8 35mm weist sogar einen integrierten Bildstabilisator auf und ist an einer DX-Kamera von Nikon eine Normalbrennweite, an einer Vollformatkamera wie die Nikon D750 ein Weitwinkelobjektiv.

Während Sie mit einem Zoom bei der Wahl des Bildausschnittes einfach am Zoom-Ring drehen können, müssen Sie mit einer Festbrennweite die Aufnahmeposition ändern. Deshalb bringt die Verwendung einer Festbrennweite immer auch eine intensivere Auseinandersetzung mit der Perspektive, dem Aufnahmestandpunkt und des Bildausschnittes mit sich. » Unterwegs mit einer Festbrennweite

Makroobjektive

Nikkor Micro f/3.5 85mm Makroobjektiv für Halbformat

Nikkor Micro f/3.5 85mm Makroobjektiv für Halbformat

Wenn Sie so nahe an das Motiv können, dass dieses mindestens in der Grösse 1:1 auf dem Bildsensor abgebildet werden kann, spricht man vom Makrobereich, andernfalls vom Nahbereich.

Makroobjektive sind so gebaut, dass Sie einen sehr kurzen Naheinstellbereich haben und kleine Motive formatfüllend abbilden können. Mit dem Nikkor Micro f/3.5 85mm und einer Nikon D5300 können Sie einen Bildbereich von 16x23mm (Sensorgrösse Halbformat) fotografieren. Das ermöglicht Ihnen spektakuläre Aufnahmen. Mit der Brennweite von 85mm haben Sie zudem noch genügend Abstand zu ihrem Motiv. » Makro-Spezial

Das beschriebene Makroobjektiv von Nikkon eignet sich mit der 85mm Brennweite (127mm KB) sehr gut als Portraitobjektiv und weist praktisch keine Verzeichnungen auf.

Meine Wahl: Nikkor Micro f/3.5 85mm Makroobjektiv, Sigma Macro f/2.8 105mm für KB.

» Tipps für den Kamerakauf – Checkliste

» Tipps zum Kauf eines Objektivs

» Lichtstärke eines Objektivs

» Kaufberatung: Bequemer, wasserdichter Fotorucksack mit viel Platz für Ihre Ausrüstung



Möchten Sie den Newsletter bekommen? » Melden Sie sich kostenlos an!


Seitencode: DT501