Welche Objektive kaufen? Sie wollen sich intensiver mit dem Fotografieren beschäftigen und ihre Ausrüstung erweitern? In diesem Artikel geht es um die Wahl der Brennweite, bzw. den Verwendungszweck eines Objektivs. Haben Sie sich dafür schon entschieden? Dann gehen Sie direkt zum Thema Tipps zum Kauf von Objektiven.
Der Vorteil der System- oder Spiegelreflexkamera ist die Möglichkeit, das Objektiv je nach Motiv auszutauschen.
Welche Objektive kaufen? Welche Objektive brauche ich?
Wenn Sie Ihre erste Kamera kaufen, werden Sie sich wohl für ein kostengünstiges Kit (Kameragehäuse mit Objektiv) entscheiden. Die Nikon-Gehäuse (Nikon D5300, D7000, D7100…) werden zum Beispiel mit einem Nikkor f/3.5–5.6 18–105 mm Zoom angeboten. Sie erhalten damit ein preisgünstiges Objektiv, welches für den Anfang die wichtigsten Brennweitenbereiche abdecken wird und zudem qualitativ gut ist.
Sobald Sie sich spezialisieren oder neue Motivbereiche entdecken, werden Sie sich für andere Objektive und Brennweiten interessieren. Die Abbildungsqualität eines Objektivs ist wichtig. Der beste Kamerabody (Gehäuse) nützt Ihnen nichts, wenn Sie ein schlechtes Objektiv aufsetzen. Meist lohnt es sich, mehr in ein Objektiv zu investieren als in einen besseren Body. Das Vergleichen von Testberichten in Fotozeitschriften kann Ihnen dabei viel helfen.
Ich zeige Ihnen auf, für welche Motivgruppen die unterschiedlichen Objektive und Brennweiten in Frage kommen und auf was Sie beim Kauf achten sollten.






Lichtstärke
Die Lichtstärke bestimmt, mit welcher maximalen Offenblende das Objektiv ausgestattet ist. Bei einer Festbrennweite von 35 bis 50 mm ist f/1.8 ein guter Wert. Damit lassen sich Motive sehr gut vor dem unscharfen Hintergrund isolieren und es entsteht meist ein sehr schönes Bokeh (Unschärfekreise im Hintergrund).
Beim Standard-Zoom, welches zum Beispiel bei der Nikon D5000er und D7000er Klasse als Kit-Objektiv verkauft wird, hat das Objektiv bei 105 mm Brennweite eine Offenblende von f/5.6. Wenn Sie aber ein 105mm Festbrennweiten-Objektiv kaufen, bekommen Sie das mit der Offenblende f/2.8. Sie benötigen zum Fotografieren mit letzterem vier mal weniger Licht!
Je höher die Lichtstärke – also tiefer der Blendenwert – desto grösser wird auch der Durchmesser der Linsen und damit das Gesamtgewicht.
Teurere Zooms weisen eine durchgehende Offenblende auf. Das Sigma f/2.8 70–200 mm EX DG APO HSM trumpft mit Blende f/2.8 – von 70 bis 200 mm, wiegt damit aber auch gut ein Kilogramm.

Kleiner oder grosser Zoom-Bereich
Sie können Objektive mit kleinem Zoombereich (zum Beispiel das Nikkor AF-S DX NIKKOR 18–55 mm 1:3,5–5,6G VR II) oder aber mit einem grossen wählen, der fast alle Brennweiten-Wünsche abdeckt (Beispiel: AF-S DX NIKKOR 18–300 mm 1:3,5–5,6G ED VR). Je grösser der Brennweitenbereich eines Zooms, desto grösser auch der Kompromiss in der Abbildungsqualität.
Wenn Sie lieber mit möglichst wenig Foto-Gepäck unterwegs sind und nicht auf lichtstarke Objektive (erhältlich ab 278 €) und bessere Abbildungsqualität Wert legen, sind Sie mit einem Reisezoom von 18-300 mm gut bedient.
Wenn Sie gerne auch eine grosse Lichtstärke zum Gestalten von Bildern haben möchten, greifen Sie lieber zu kleineren Brennweitenspannen.
Neue Kamera oder neues Objektiv?
Ein gutes Objektiv kann nur mit einer guten Kamera seine Qualitäten voll ausspielen. In der Regel ist es aber besser, wenn Sie in ein hochpreisiges Objektiv investieren als in eine neu Kamera.
Die Nikon D5300 habe ich mit dem hochpreisigen Sigma f/2.8 70–200 mm bestückt. Das Objektiv ist dreimal schwerer als das Nikkor f/3.5–5.6 55–300 mm, aber die Lichtstärke und die Abbildungsqualität sind deutlich überlegen.
Um sicher zu sein, was ein neues Objektiv mit dem aktuellen Bildsensor in Bezug auf Abbildungsqualität bringt, konsultieren Sie die Datenbank von DxOMark.

Bildstabilisator oder nicht?
Wenn Sie zwischen zwei Modellen wählen können, würde ich auf jeden Fall die teurere mit Bildstabilisator wählen. Mit Bildstabilisator können Sie zwei bis drei Verschlusszeitenstufen gewinnen, was bei schlechten Lichtverhältnissen nicht zu vernachlässigen ist.
Das Tamron SP 35 mm f/1.8 oder das Weitwinkelzoom Tamron SP 15–30 mm f/2.8 (beide für KB-Format gebaut) sind aktuell als eine der wenigen derartigen Objektiven mit einem Bildstabilisator ausgerüstet. Ein grosser Gewinn!
Teurere Objektive haben zweistufige Bildstabilisatoren. Mit einem Schiebeschalter können Sie die gewünschte Funktion wählen, oder aber – für Aufnahmen auf dem Stativ – ausschalten.
Autofokus oder nicht?
Es gibt immer noch Objektive ohne Autofokus. Ich würde darauf achten, dass das neue Objektiv Autofokus mitbringt. Mit einem Schalter am Objektiv kann dieser schnell ein- und ausgeschaltet werden. Praktisch, wenn Sie zwischendurch manuell fokussieren möchten.
Es gibt sehr unterschiedliche Autofokus-System. Ein Ultraschall-Fokus ist sehr schnell und leise.
Bei teureren Objektiven lässt sich der Autofokusbereich einschränken. Das ist vor allem bei Makro-Objektiven, die auch für Portraits beleibt sind, wichtig. Sonst kann es vorkommen, dass der Autofokus durch den ganzen Schärfebereich “fährt”. Eine Einschränkung auf 5-40 cm und 40 cm bis unendlich macht da Sinn.
Innenliegender oder aussenliegender Autofokus?
Bei billigen Objektiven kann es sein, dass sie einen aussenliegenden Autofokus haben. Wenn Sie am Autofokusring drehen, verlängert oder verkürzt sich das Objektiv. Teurere Objektive weisen einen innenliegenden Autofokus auf. Wenn Sie am Fokusring drehen, bleibt die Länge des Objektivs gleich.
Vollformat- oder Halbformatobjektive
Da die Objektive für die Halbformatsensoren viel kleiner gebaut werden können, sind sie leichter und auch günstiger als die Kleinbildformat-Objektive.
Wenn Sie sich vorstellen können, dass Sie einmal auf Kleinbild-Bodys umsteigen wollen, dann müssen Sie sich überlegen, ob Sie nicht gleich ein Kleinbildformat-Objektiv für Ihre Halbformatkamera kaufen wollen. So müssen Sie dann beim Umstieg nicht noch ein neues Objektiv kaufen.
Halbformatkameras profitieren von den schwereren Kleinbildformat-Objektiven, da sie nur den mittleren Teil des Objektivs (aufgrund des kleineren Sensors) benötigen, der bei den Objektiven die beste Abbildungsqualität liefert. Aber das Gewicht spielt dann natürlich schon eine grosse Rolle – und der Preis auch.
Zum Vergleich: Das NIKKOR 55-200 mm 1:4-5.6G ED VR II wiegt 300g, das Kleinbildformat-Objektiv Sigma f/2.8 70–200 mm dagegen 1430g.

Filterdurchmesser
Wenn Sie Grau- und Polarisationsfilter in Ihrer Ausrüstung haben, können Sie beim Kauf eines neuen Objektivs mit gleichem Durchmesser Geld für neue Filter sparen. Oder Sie besorgen sich dann gleich einen Filteradapter für das neue.
Bei innenfokussierten Objektiven dreht sich die Frontlinse nicht. Das ist bei Verwendung von Filtern ein wichtiger Punkt.
Entfernungsskala am Objektiv
Sehr praktisch für das Scharfstellen auf die hyperfokale Distanz sind die Entfernungsskalen auf den Objektiven. Wenn Sie das nicht missen möchten, achten Sie bei der Wahl Ihres Objektivs darauf, ob es eine solche Skala mitbringt.
Verarbeitungsqualität – Welche Objektive kaufen?
Teurere Objektive weisen einen Anschluss aus Metall auf, der oft noch mit einem Gummiring abgedichtet ist. So kommt weniger Staub und Feuchtigkeit ins Innere Ihrer Kamera.
Probieren Sie das Objektiv im Fachgeschäft aus. Geht der Zoom- und Fokusring leichtgängig, aber nicht zu leicht? Passt das Objektiv zu meiner Kamera und liegt es gut in der Hand?
Streulichtblende und Objektivköcher
Achten Sie darauf, dass die Streulichtlichtblende mit dabei ist. Sonst entstehen zusätzliche Kosten. Praktisch finde ich die Objektivköcher zum Aufbewahren der Objektive. Diese werden nicht für alle Objektive geliefert, sind aber praktisch, wenn Sie die einzelnen Objektive in einer Tasche mitnehmen möchten.
Sicherung Transport
Bei grossen Zoom-Objektiven finden Sie eine Sperre, mit dem Sie das versehentliche Ausfahrend des Tubus verhindern können.

Stativschelle an schweren Objektiven
Bei schweren Objektiven wie dem Sigma f/2.8 70–200 mm (1.430 kg) oder Sigma f/5–6.3 150–600 mm (ca. 1.930 kg) bekommen Sie eine Stativschelle mitgeliefert. So kann das schwere Objektiv direkt auf dem Stativ befestigt werden und das Kamera-Objektiv-Gespann ist im Gleichgewicht.
Vignettierungen und Verzeichnungen
Je nach Objektivgüte und Brennweitenbereich entstehen bei Zooms kleinere oder grössere Vignettierungen (Randabschattungen) und Verzeichnungen. Wenn Sie mit dem RAW-Format fotografieren, können Sie in Lightroom die Objektiv-Korrekturen automatisiert anwenden lassen oder diese – etwas aufwändiger – manuell korrigieren.
» Ultra-Weitwinkel-Objektiv kaufen?
Normalobjektive

Als Normalobjektiv bezeichnet man eine Brennweite, welche der Diagonalen des Aufnahme-Bildformates entspricht. Beim klassischen Kleinbildformat (24 mm x 36 mm) beträgt die Bild-Diagonale 43 mm. Beim Kleinbildformat bezeichnet man die 50 mm als Normalbrennweite.
Wenn Sie eine Kamera mit kleinerem Bildsensor (Halbformat, Micro-Four-Thirds u.a.) verwenden, entspricht der dadurch kleinere Bildausschnitt einer grösseren Brennweite. Mit dem Crop-Faktor berechnen Sie die verlängerte Brennweite. Eine 35 mm-Festbrennweite entspricht an einer Halbformatkamera von Nikon (DX) ungefähr einer 50 mm-Normalbrennweite (35 mm x 1.5 = 52 mm), bei Canon APS-C-Sensoren 56 mm (1.6 x 35 mm = 56 mm). Bei einem Micro-Four-Thirds-Sensor wäre das eine Brennweite von 25 mm, welche durch den Crop-Faktor 2 zu einer “Normalbrennweite” von 50 mm würde.


» Fotografieren für Anfänger
Weitwinkelobjektive – Welche Objektive kaufen?

Ein Weitwinkelobjektiv weist eine kürzere Brennweite auf als das Normalobjektiv, zum Beispiel 24 mm. Dadurch wird der Bildausschnitt vergrössert und Sie bringen viel mehr Motiv auf Ihr Bild. Je kleiner die Brennweite, desto grösser wird der Schärfentiefenbereich. Diese Objektive eignen sich besonders für Landschaften und Architekturfotografie.
Die Weitwinkelobjektive teilt man in leichte und starke Weitwinkelobjektive ein.
Ein leichtes Weitwinkelobjektiv weist eine Brennweite von 28-35 mm (Kleinbild = KB) auf. Dadurch sind die Verzeichnungen (Verzerrungen gegen den Bildrand) kleiner. » Tamron f/1.8 35 mm
Das Superweitwinkel im Brennweitenbereich von 10-24 mm bringt einen extrem grossen Bildwinkel und aussergewöhnliche Perspektiven.
Der Extremfall der Weitwinkelobjektive ist das Fisheye. Mit einem Blickwinkel von bis zu 180 Grad entstehen durch die grossen Verzeichnungen tolle Effekte und Sie bekommen eine ganze Skyline auf ein einziges Bild. Der Einsatzbereich ist dadurch aber sehr beschränkt, der Effekt nicht oft einsetzbar. Welche Objektive kaufen? Entscheiden Sie.

Meine Wahl: Wenn Sie mit einer Halbformatkamera fotografieren, lohnt sich die Anschaffung eines Super-Weitwinkelobjektiv. Mit dem Tokina f/2.8 11–16 mm habe ich ein Objektiv mit relativ grosser Lichtstärke und – mit dem Crop-Faktor umgerechnet – ein 16-24 mm-Objektiv.
» Vorteile einer 35-mm-Brennweite
» Warum ein Weitwinkel-Zoom kaufen?
Teleobjektive – Welche Objektive kaufen?
Mit Teleobjektiven holen Sie sich Ihr Motiv näher heran. Der Bildausschnitt ist kleiner. Wir unterscheiden zwischen leichten Teleobjektiven von etwa 80 – 140 mm Brennweite, einem Standardbereich von 140 bis 300 mm und den Superteles mit noch längerer Brennweite.
Das leichte Tele mit 80-140 mm eignet sich perfekt für Portraitfotografie, da die geringe Schärfentiefe Personen vor einem Hintergrund isolieren kann und die Brennweite kaum zu Verzeichnungen führt.
Mit einem Standard-Zoombereich von 140-300 mm sind Sie für Tier-, Reise- und Sportfotografie gut ausgerüstet. Sie holen sich die Motive näher heran oder können einen kleineren Bildausschnitt (Detailaufnahmen) wählen.
Mit einem Superteleobjektiv von mehr als 300 mm können Sie scheue Tiere formatfüllend einfangen oder Sportler nahe heranholen. Als Beispiel für eine Vollformatkamera: Das Sigma f/5–6.3 150–600 mm. Durch den sehr kleinen Bildausschnitt und die schwere Optik wird es immer schwieriger, aus der Hand zu fotografieren. Bei solchen Brennweiten ist ein Stativ (oder ein Einbeinstativ) nötig, um scharfe Aufnahmen zu erreichen und das Gewicht halten zu können. Das erwähnte 150–600 mm – Zoom-Objektiv wird an einer Halbformatkamera wegen des Crop-Effektes zu einem 225-900 mm Zoom.

Meine Wahl:
Ich verwende an der Nikon D5600 / D7000 – Halbformatkamera ein Sigma f/2.8–4 17–70 mm Zoom (25-105 mm KB) und das Sigma f/2.8 70–200 mm Tele-Zoom (105 -300 mm KB).
Mit dem Sigma f/2.8 70–200 mm Tele-Zoom habe ich ein hervorragendes Objektiv, welches zwar rund 1 kg wiegt, aber qualitativ hochstehend ist. Die Lichtstärke von f/2.8 über den ganzen Brennweitenbereich ist toll. Dieses kann ich auch an der Vollformatkamera Nikon D750 verwenden.
Zoom-Objektive – Welche Objektive kaufen?

Vor Jahrzehnten arbeitete man vor allem mit Festbrennweiten. Zoom-Objektive gab es noch wenige. Ihre Qualität lag deutlich unter den der Festbrennweiten. Inzwischen gibt es hochwertige Zoom-Objektive und preisgünstige Alternativen mit guter bis sehr Abbildungsqualität.
Welche Objektive kaufen? Zoom-Objektive sind immer ein Kompromiss: Die Optik muss für verschiedene Brennweitenbereiche optimiert werden. In der Regel ist die Abbildungsqualität in den Endbereichen der Zoom-Einstellung am geringsten.
Zoomobjektive mit kleinen Brennweitenbereichen (z.B. 18-50 mm) sind den Zooms mit einem grösseren Brennweitenbereich (z.B. 18-300 mm, sogenannte Reise-Zooms) eher überlegen. Dafür müssen Sie öfters die Optik wechseln und tragen viel Material mit sich herum. Zudem ist es auch eine Preisfrage.
Sehr beliebt ist der Brennweitenbereich 70–200 mm. Ich habe das ein Kilo schwere Sigma f/2.8 70–200 mm sowohl an der D7000, D5300, D5600 wie D750 sehr gerne. Die Abbildungsqualität ist hervorragend und die durchgehende Offenblende von f/2.8 lässt Motive perfekt isolieren.

Eine Festbrennweite wird ein Zoom in Sachen Abbildungsqualität immer überragen, aber es ist viel komfortabler, mit einem oder zwei Zooms durch die Gegend zu streifen als mit einem schweren Rucksack voll unterschiedlicher Festbrennweiten. Zudem birgt ein häufiger Objektivwechsel auch die Gefahr, dass Staub auf dem Sensor eingefangen wird.
Standard-Zoom
Wenn Sie eine neue Kamera kaufen, bekommen Sie ein Kit-Objektiv dazu. Meist sind das Standard-Zooms von 18–105 mm, 24–70 mm oder von 18-70 mm. Für den Anfang die perfekte Einsteigerlösung.
Meine Wahl:
Für die APS-C-Kamera: Das Sigma f72.8-4 17–70 mm
Für die Kleinbildkamera: Tamron f/2.8 24–70 mm
Reise-Zoom – Welche Objektive kaufen?
Sie sind vor allem für Hobbyfotografen ausgerichtet und werden für Halbformat- oder Micro-Four-Thirds-Kameras hergestellt. Bridgekameras besitzen meist auch ein Reise-Zoom, welches fix verbaut ist. Die Preise sind im Vergleich zum erhaltenen Brennweitenbereich moderat. So erhalten Sie Reise-Zooms mit einem riesigen Brennweitenbereich von 18-300 mm (entspricht bei einer Halbformat-Kamera 27-450 mm) oder mehr.
Durch den grossen Brennweitenbereich werden aber auch die Kompromisse in Sachen Qualität und Lichtstärke grösser und Sie können keine durchgehende Offenblende erwarten. Dafür haben sie ein Objektiv und schützen die Kamera vor Staub, der beim Wechseln immer eindringen kann.
Meine Wahl:
Ich besitze kein Reise-Zoom.
Festbrennweiten
Im Gegensatz zu den sehr flexiblen Zoom-Objektiven weisen Festbrennweiten wie der Name schon verrät eine fixe Brennweite auf. Der Vorteil einer Festbrennweite ist die deutlich bessere Abbildungsqualität und die grössere Lichtstärke. 50 mm-Objektive weisen eine Offenblende von f/1.2, f/1.4 oder f/1.8 auf. Damit können Sie mit Schärfe und Unschärfe perfekt spielen und tolle Effekte erzielen. Besonders der bei Offenblende entstehende Bokeh-Effekt ist hier speziell zu erwähnen. Als Beispiel ist die Festbrennweite Nikkor f/1.8 50 mm recht günstig zu haben.

Meine Wahl:
Sehr gerne arbeite ich mit dem Nikkor f/1.8 50 mm-Objektiv (75 mm KB) und dem Nikkor f/1.8 35 mm-Objektiv (52 mm KB). Das Tamron f/1.8 35 mm weist sogar einen integrierten Bildstabilisator auf und ist an einer DX-Kamera von Nikon eine Normalbrennweite, an einer Vollformatkamera wie die Nikon D750 ein Weitwinkelobjektiv.
Während Sie mit einem Zoom bei der Wahl des Bildausschnittes einfach am Zoom-Ring drehen können, müssen Sie mit einer Festbrennweite die Aufnahmeposition ändern. Deshalb bringt die Verwendung einer Festbrennweite folglich immer auch eine intensivere Auseinandersetzung mit der Perspektive, dem Aufnahmestandpunkt und des Bildausschnittes mit sich. » Unterwegs mit einer Festbrennweite

Makroobjektive – Welche Objektive kaufen?

Wenn Sie so nahe an das Motiv können, dass dieses mindestens in der Grösse 1:1 auf dem Bildsensor abgebildet werden kann, spricht man vom Makrobereich, andernfalls vom Nahbereich.
Makroobjektive sind so gebaut, dass Sie einen sehr kurzen Naheinstellbereich haben und kleine Motive formatfüllend abbilden können. Mit dem Nikkor Micro f/3.5 85 mm und einer Nikon D5300 können Sie einen Bildbereich von 16 x 23 mm (Sensorgrösse Halbformat) fotografieren. Das ermöglicht Ihnen spektakuläre Aufnahmen. Mit der Brennweite von 85 mm haben Sie zudem noch genügend Abstand zu ihrem Motiv. » Makro-Spezial
Das beschriebene Makroobjektiv von Nikon eignet sich mit der 85 mm Brennweite (127 mm KB) sehr gut als Portraitobjektiv und weist praktisch keine Verzeichnungen auf.

Meine Wahl:
Nikkor Micro f/3.5 85 mm Makroobjektiv, Sigma Makro f/2.8 105 mm für KB.
Welche Objektive kaufen? Nun haben Sie die Qual der Wahl. Vielleicht leihen Sie sich in einem Fotogeschäft oder bei Kolleginnen und Kollegen ein Objektiv aus und testen, ob es Ihren Bedürfnissen entspricht. Erst danach kaufen Sie es.
» Eine grosse Übersicht und damit Entscheidungshilfe bietet www.chip.de.
» Tipps zum Kauf eines Objektivs
» Lichtstärke eines Objektivs
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