Bildaufbau

Der goldene Schnitt

Tautropfen Goldener Schnitt, Nikon D5300, Nikkor Micro f/3.5 85mm, 127mm KB, 1/8s, f/16, ISO400, Stativ

Motiv Tautropfen Goldener Schnitt

Der goldene Schnitt und die Zahlen des Fibonacci

Der goldene Schnitt ist eine Gestaltungskomponente, welche schon in der Antike schon weit verbreitet war. Ich zeige Ihnen, wie Sie den goldenen Schnitt beim Gestalten Ihrer Fotos verwenden können.

Goldener Schnitt - Schnecke auf blauem Stuhl

Kleine Schnecke auf blauem Balkonstuhl
Nikon D7000, Nikkor Makro f/3.5 85mm, 127mm KB, 1/125s, f/11, ISO1100

Der richtige Bildaufbau

Verschiedene Gestaltungskomponenten machen ein Bild zu einem Hingucker. Oft sprechen wir von Gestaltungs-REGELN. Ich finde, es sollte eher Gestaltungs-Möglichkeiten heissen, denn ob ein Bild nun mit einer Idee funktioniert, hängt nicht nur vom Einhalten der Regeln ab. Ein Motiv, welches nicht im Goldenen Schnitt liegt, kann trotzdem zu einem besonderen Bild werden. Es geht hier also nicht darum, dass Sie nur nach einem festen Schema vorgehen, sondern dass Sie sich überlegen, wie die Position eines Elementes die Bildwirkung nachhaltig verändern kann und welche Möglichkeit mit Ihrer Idee am besten funktioniert.

Der Goldene Schnitt – das Mass aller Dinge

In der Antike wurde der Goldene Schnitt schon als Mass der Dinge bezeichnet und für Bauwerke, später auch für das Gestalten von Bildern angewendet. Der Goldene Schnitt beschreibt das Verhältnis zweier Strecken zueinander. In der Natur findet man das Verhältnis des Goldenen Schnittes oft und steigert sich in den Zahlen des Fibonacci.

Das Verhältnis zweier Teilstrecken beträgt im Goldenen Schnitt 1:1.618 (auf 3. Stelle nach dem Punkt gerundet). In Annäherung an diesen Wert ist ein Streckenverhältnis von 8:13 (8 x 1.618 = 12.94 – ca. 8:13) im Goldenen Schnitt

Goldener Schnitt - Verhältnis 8:13

Goldener Schnitt – Verhältnis 8:13

Wenn ich nun diese Aufteilung auf den Kamerasucher anwende, ergeben sich zwei senkrechte und zwei waagrechte Linien. Wenn Sie jeweils eine Linie betrachten, teilt diese Ihr Bild im Goldenen Schnitt.

Idealerweise legen Sie nun bildwichtige Motive auf eine der Linien – oder noch besser – auf einen Schnittpunkt zweier Linien.

Der goldene Schnitt - Hilfslinien zum Positionieren

Der goldene Schnitt – Hilfslinien zum Positionieren

Rosenblüte auf den Schnittpunkt zweier Linien gesetzt

Rosenblüte mit Regentropfen, Nikon D5300, Nikkor Micro f/3.5 85mm, 127mm KB, 1/500s, f/8, ISO800, +1.2 EV, selektive Farbkanalkorrektur


Die Zahlen des Fibonacci

Der Goldene Schnitt ist an die Fibonacci-Zahlenfolgen angelehnt. Man nennt sie nach ihrem Entdecker Leonardo Fibonacci. Die nächsthöhere Zahl ergibt sich immer aus der Summe der beiden vorhergehenden Zahlen.

Fibonacci-Zahlenfolge: 2 ,3 ,5 ,8 ,13 ,21 ,34 , 55….

2 + 3 = 5; 3 + 5 = 8; 5 + 8 = 13; usw.

Zahlen des Fibonacci

Zahlen des Fibonacci

Reiht man nun jeweils Quadrate mit einer Seitenlänge der Fibnoacci-Zahlen absteigend aneinander, entsteht die Fibonacci-Spirale.

Fibonacci-Spirale mit Quadraten

Fibonacci-Spirale mit Quadraten

Legen Sie nun das bildwichtige Element genau auf das innere Ende der Spirale, so erzeugen Sie eine ausgewogene, harmonische Bildwirkung.

» Zahlen des Fibonacci in Wikipedia

Positioniere ich zum Beispiel diese Blüte genau auf der Linie des Goldenen Schnittes, wirkt die Komposition anders, als wenn die Blüte in der Bildmitte steht.

Motiv auf innerem Spiralteil

Motiv auf innerem Spiralteil

Wirkung Motiv in der Mitte

Wirkung Motiv in der Mitte

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