Die optimale Bildauflösung, gemessen in Pixel pro Inch (dpi), hängt stark vom Verwendungszweck eines Digitalbildes ab. Während für die Bildschirmdarstellung keine hohen Anforderungen an die Auflösung gestellt werden müssen, ist sie für den Druck von Fotos und Postern entscheidend. Digitalkameras verfügen über unterschiedlich hohe Bildauflösungen.
Auflösung eines Digitalbildes – die optimale Bildauflösung
Die Bildauflösung bestimmt, wie viele Details ein Bild darstellen kann. Sie wird durch die Anzahl Pixel und deren Farbtiefe definiert. JPG-Dateien haben in der Regel eine Farbtiefe von 8 Bit pro Kanal, während RAW-Dateien 12, 14 oder sogar 16 Bit aufweisen.
Bildschirmauflösung
Die Bildauflösung variiert je nach Bildschirmgrösse und -auflösung (z B. 1280 x 800 px) und liegt typischerweise zwischen 72 und über 100 ppi (Pixel per Inch). Eine minimale Auflösung von 96 ppi ist für die meisten Bildschirme ausreichend, da eine exakte Optimierung für Bildschirmfotos oft nicht notwendig ist.
Die optimale Bildauflösung für das Fotolabor

Für den Druck von Bildern in Fotoqualität ist die optimale Bildauflösung entscheidend.
MyPoster.ch: Für Poster im Format 40 x 60 cm wird eine Mindestauflösung von 75 dpi empfohlen, wobei 100 dpi als optimal gelten. verlangt für Poster im Format von 40 x 60 cm mindestens 75 dpi.
Migros Schweiz: Hier wird eine Auflösung von mindestens 275 dpi für kleiner und grössere Fotoformate (10 x 15 cm, 20 x 30 cm) als ideal angesehen. In der Regel werden Bilder mit 300 dpi verwendet.
Bilder können auch mit einer niedrigeren Auflösung gedruckt werden, allerdings kann dies die Bildqualität beeinträchtigen.
Warum braucht ein Poster nicht die gleiche Bildauflösung?
Die notwendige Auflösung hängt vom Betrachtungsabstand ab.
- Bei einem Foto von 10 x 15 cm, das aus der Hand betrachtet wird, sind 300 dpi erforderlich.
- Hängt ein grösseres Bild an der Wand, wird es aus grösserem Abstand betrachtet, sodass eine niedrigere Auflösung von etwa 200 dpi ausreicht.
- Bei sehr grossen Bildern (Postern) kann die Auflösung sogar auf 50 dpi gesenkt werden, da der Abstand zum Bild so gross ist, dass die einzelnen Bildpunkte nicht mehr wahrgenommen werden.

Wie gross kann ich meine Digitalbilder ausdrucken?
Mit einer einfachen Faustregel können Sie die maximale Druckgrösse Ihres Digitalbildes bestimmen:
Für Fotos (mindestens 300 dpi-Qualität):
- Pixelzahl der Länge / 120 = Länge des Ausdruckes in cm (ca. 300 dpi)
Beispiel: Bei einem Bild mit 2400 x 1600 px ergibt sich eine Druckgrösse von 20 x 13 cm
Für Poster (ca. 125 dpi):
- Pixelzahl der Länge / 50 = Länge des Ausdruckes in cm (ca. 125 dpi)
- Beispiel: Bei einem Bild mit 2400 x 1600 px ergibt sich eine Druckgrösse von 48 x 32 cm
» Mögliche Ausdruckgrösse genau berechnen lassen (Tool)
» Retro-Feeling: Mit der Lochkamera Camera obscura fotografieren
Die optimale Bildauflösung für den Druck zuhause
Für Dokumente (z. B. Word) reicht eine Auflösung von 200 bis 240 dpi aus, da die Unterschiede kaum wahrnehmbar sind. Bei Tests mit Bildern in Word-Dokumenten traten erst bei einer Auflösung von 100 dpi oder weniger sichtbare Pixel auf.
Wenn Sie verschiedene Auflösungen testen möchten, können Sie ein Word-Dokument mit Beispielbildern in unterschiedlichen Auflösungen herunterladen und ausdrucken. Es enthält 12 Bilder in der Grösse 10 x 15 cm und jeweils 25 bis 300 dpi (in 25er-Schritten) plus eines in 600 dpi.
» Word-Dokument mit Testausdruck in verschiedenen dpi downloaden (ca. 5.8 MB)
» Ordner mit den Testbildern in verschiedenen dpi downloaden (ca. 15.7 MB) – zum Beispiel für einen Foto-Testdruck 10 x 15 cm

» Mit welcher Bildauflösung Dias und Negative scannen?
» Mit welcher Bildauflösung Fotos scannen?
Das könnte Sie auch interessieren:
» Übersicht Scannen und Drucken
» Fotos scannen und digitalisieren
» Mit welcher Bildauflösung fotografieren?
Seitencode: dt335