Warum im RAW-Format fotografieren? Diese Frage stellen sich viele, die sich schon eine Weile mit digitaler Fotografie befassen. In diesem Artikel zeige ich Ihnen, welche Vorteile das RAW-Format – also das digitale Negativ – bietet, welche Nachteile damit verbunden sind und wann JPEG trotzdem die bessere Wahl sein kann.

Featured Snippet: RAW-Dateien speichern die Bilddaten nahezu unverändert und bieten dadurch deutlich mehr Reserven für die Bildbearbeitung als JPEG-Dateien. Besonders bei schwierigen Lichtverhältnissen, hohem Dynamikumfang oder bei der nachträglichen Korrektur von Belichtung und Weissabgleich spielt das RAW-Format seine Stärken aus. Der Nachteil sind grössere Dateien und ein zusätzlicher Bearbeitungsschritt am Computer.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das RAW-Format?

Als digitales Negativ bezeichnen wir das rohe, weitgehend unverarbeitete Digitalbild. Im Gegensatz zu JPG-Dateien, welche durch die Kameraelektronik verarbeitet, berechnet und komprimiert werden, speichert die Kamera RAW-Bilder praktisch ohne abschliessende Bearbeitung auf der Speicherkarte ab.

Hintergrund ist, dass jeder Pixel beziehungsweise jede Fotodiode zuerst nur Helligkeitswerte speichern kann. Deshalb werden auf die lichtempfindlichen Dioden in der Regel Farbfilter gelegt: 50 % der Pixel erhalten einen grünen und je 25 % einen roten und blauen Filter. Dieses Prinzip nennt man Bayerfilter.

Digitale Negative lassen eine grössere Farbtiefe und feinere Helligkeitsabstufungen zu. Die Nachkorrektur von Bildern erreicht dadurch eine deutlich höhere Qualität als bei JPG-Bildern. Auch der Dynamikumfang ist grösser. Das Bild unten wäre im JPEG-Format ohne Belichtungsreihe und HDR-Zusammenfügung kaum in dieser Qualität möglich.

HDR-Landschaftsfoto am Rohrspitz am Bodensee fotografiert im RAW-Format
Rohrspitz – Abendstimmung am Bodensee, Nikon D750, Tamron f/2.8 15–30 mm, 15 mm KB, 1/160 s, f/11, ISO 100, HDR-Bearbeitung Lightroom

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RAW-Format und digitales Negativ

Spiegelung einer Hochhausfassade in St. Gallen als digitales Negativ im RAW-Format entwickelt
Spiegelung in Fassade, Nikon D5300, Nikkor f/4.5–5.6 55–300 mm, 330 mm KB, 1/750 s, f/8, ISO 100

Das Sujet fotografierte ich im RAW-Format und entwickelte es in Lightroom. Dabei habe ich die Helligkeit um +0.3 EV angehoben und danach die Tiefen um +85 korrigiert. Die Klarheit habe ich um +14 und den Farbkanal Blau um +15 angehoben.

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RAW oder JPEG – der einfache Vergleich

Vielleicht haben Sie schon einmal den Begriff digitales Negativ gehört. Damit ist eine Datei gemeint, in welcher die vom Bildsensor aufgenommenen Licht- und Farbwerte weitgehend ohne abschliessende Bearbeitung durch die Kamerasoftware gespeichert werden.

RAW bedeutet roh oder unverarbeitet. Genau genommen ist eine RAW-Datei noch kein fertiges Bild. Sie enthält die Helligkeits- und Farbwerte der einzelnen Pixel sowie zusätzliche Kamerainformationen. Erst mit einem RAW-Konverter entsteht daraus das fertige Foto, das Sie weitergeben, drucken oder im Web veröffentlichen können.

RAW ist kein einheitliches Dateiformat. Jeder Kamerahersteller verwendet eigene RAW-Formate: Nikon zum Beispiel NEF, Canon CR2 oder CR3, Sony ARW und viele andere.

Digitales Negativ im RAW-Format am Beispiel einer Viehschau
Viehschau Mörschwil: Nikon D750, Sigma f/2.8 70–200 mm, 200 mm KB, 1/350 s, f/2.8, ISO 100

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JPEG oder RAW? Vergleich mit Kuchen backen

Wenn Sie einen Marmorkuchen backen wollen, bereiten Sie die Zutaten nach einem Rezept vor: Mehl, Butter, Eier, Zucker, Backpulver, Salz, Kakao und so weiter.

Beim JPEG-Format übernimmt die Kamera die Einstellungen – also gewissermassen das Rezept – und bereitet damit die fertige Kuchenmasse vor. Wenn Sie später lieber etwas mehr Kakao in der Masse hätten, ist das nur noch mit Qualitätsverlust möglich. Der Kuchen wird durch das zusätzliche Rühren weniger luftig.

Beim RAW-Format speichert die Kamera die Zutaten zusammen mit einem veränderbaren Rezept. Bei der Entwicklung der RAW-Datei haben Sie danach noch grossen Einfluss: weniger Helligkeit, mehr Kontrast, ein anderer Weissabgleich, stärkere Schattenaufhellung oder eine feinere Rauschminderung.

Aus den Zutaten und dem veränderbaren Rezept können Sie beim RAW-Format viele verschiedene Bildvarianten entwickeln. Beim JPEG-Format liegt die fertige Kuchenmasse dagegen bereits vor.

Gegenlichtaufnahme am Lago Maggiore in Ascona mit hohem Dynamikumfang im RAW-Format
Gegenlichtaufnahme am Lago Maggiore in Ascona, Nikon D5600, Sigma f/2.8–4 17–70 mm, 60 mm KB, 1/250 s, f/16, ISO 180

JPEG – das Normalformat der Digitalbilder

Wenn Sie mit einer Digitalkamera fotografieren, werden die Bilder im Normalfall als JPEG-Dateien gespeichert. In diesem Format sind die Bilder sofort verfügbar und können wegen ihrer kleineren Dateigrösse einfach verschickt, hochgeladen oder geteilt werden.

Bei idealen Lichtbedingungen ist die Qualität von JPEG-Aufnahmen einer guten Kamera hervorragend. JPEG-Dateien sind jedoch nie verlustfrei. Zwischen dem Fotografieren und dem Speichern laufen viele automatische Bearbeitungsschritte ab. Die kamerainterne Software versucht, das Bild zu verbessern, und speichert es anschliessend komprimiert ab.

Wenn Sie später mit Farbwahl, Helligkeit oder Dynamik nicht zufrieden sind, können Sie JPEG-Bilder nur innerhalb gewisser Grenzen korrigieren. Jede stärkere Korrektur und jeder zusätzliche Speichervorgang kann zu einem sichtbaren Qualitätsverlust führen.

Während im RAW-Format die einzelnen Pixel zuerst nur Rot-, Grün- oder Blauinformationen enthalten, sind im JPEG-Format die Pixel bereits einem endgültigen Farbwert zugeteilt. Dies geschieht durch das Interpretieren benachbarter Pixelwerte. Zudem bleibt eine RAW-Datei als Original erhalten. Sie können daraus – wie früher vom Negativ – unterschiedliche Varianten entwickeln.

Kirche von Mario Botta im Tessin im RAW-Format fotografiert und entwickelt
Kirche Mario Botta TI, Nikon D5300, Tokina f/2.8 11–16 mm, 21 mm KB, 1/15 s, f/8, ISO 100, Stativ

Die Vorteile des RAW-Formats

Wenn Ihre Kamera die Möglichkeit bietet, Bilder im RAW-Format zu speichern, sollten Sie diese Funktion unbedingt ausprobieren. Gute Kompaktkameras, Spiegelreflexkameras und Systemkameras bieten diese Möglichkeit in der Regel an.

RAW-Dateien bieten eine höhere Qualität und deutlich mehr Möglichkeiten, Ihre Bilder nachträglich am Computer zu bearbeiten. So können Sie zum Beispiel die Farbtemperatur und den Weissabgleich später im RAW-Konverter festlegen, ohne sich beim Fotografieren zu stark darauf konzentrieren zu müssen.

RAW-Formate bieten zudem einen deutlich besseren Dynamikumfang und präzisere Helligkeitsstufen. Das bedeutet, dass Übergänge zwischen Weiss und Schwarz feiner abgestuft sind.

  • RAW mit 12 Bit = 4096 Helligkeitsstufen pro Kanal
  • RAW mit 14 Bit = 16’384 Helligkeitsstufen pro Kanal
  • JPEG mit 8 Bit = 256 Helligkeitsstufen pro Kanal

Das führt bei RAW-Bildern zu einer deutlich besseren Durchzeichnung heller und dunkler Bildbereiche. Besonders bei schwierigen Lichtverhältnissen, grossen Kontrasten, Dunkelheit oder Low-Key-Aufnahmen liefert das digitale Negativ oft deutlich bessere Endergebnisse.

Allerdings muss man relativieren: Für ein unbearbeitetes Alltagsfoto reicht JPEG oft völlig aus. Der grosse Vorteil von RAW zeigt sich vor allem dann, wenn Sie Ihre Bilder nachträglich stark bearbeiten, Belichtung korrigieren, Schatten aufhellen oder Farben gezielt anpassen möchten.

RAW und JPEG im direkten Vergleich

Damit Sie eine Entscheidungshilfe für das Thema RAW oder JPEG haben, stelle ich die beiden Formate direkt gegenüber.

  • Das Testbild wurde bewusst um drei Belichtungsstufen unterbelichtet und im RAW- sowie im JPEG-Fine-Format aufgenommen.
  • Das RAW-Bild wurde danach im RAW-Konverter korrigiert. Dabei musste hauptsächlich die Belichtung angepasst werden.
  • Das JPEG-Bild wurde ebenfalls korrigiert. Zusätzlich waren stärkere Eingriffe bei Tonwerten, Farben und Kontrast nötig.
  • Schon beim Vergleich der korrigierten Bilder fällt auf, dass das RAW-Format deutlich mehr Reserven bietet.
Vergleich zwischen korrigierter RAW-Datei links und korrigierter JPEG-Datei rechts
Links korrigiertes RAW-Format – rechts korrigiertes JPG-Format

Die Qualitätsunterschiede werden bei einer Vergrösserung besonders deutlich. Hier spielt das RAW-Format seine Trümpfe aus.

Vergrösserter Vergleich von RAW und JPEG mit sichtbaren Farbstörungen im JPEG-Bild
Vergleich korrigiertes RAW-Format links, korrigiertes JPG-Format rechts

Der Ausschnitt zeigt die Farbstörungen beim JPEG-Format rechts sehr deutlich.

Detailvergleich: korrigiertes RAW-Bild links und korrigiertes JPEG-Bild rechts nach starker Korrektur
Vergleich korrigiertes RAW-Bild links, JPG rechts

Gegenüberstellung JPG- und RAW-Format

JPEG-Format RAW-Format
Foto direkt verfügbar zum Zeigen, Teilen oder Versenden Bild muss zuerst in einem RAW-Konverter entwickelt werden
Kleinere Dateigrösse durch Komprimierung Grössere Datei, dafür mehr Bildinformationen
Schneller gespeichert Braucht beim Speichern etwas länger
Mehr Speicherplatz bei mehreren bearbeiteten Varianten Bearbeitungsschritte werden meist separat gespeichert; das Original bleibt erhalten
Geringere Anforderungen an Computer und Software RAW-Bearbeitung benötigt mehr Rechenleistung
Leichte Korrekturen möglich Deutlich grössere Reserven bei Belichtung, Kontrast und Weissabgleich
8 Bit Farbtiefe pro Kanal Meist 12 oder 14 Bit Farbtiefe pro Kanal
Weniger Zeichnung in hellen und dunklen Bereichen Mehr Zeichnung in Schatten und Lichtern
Direkt weitergebbar Muss vor der Weitergabe meist exportiert werden
Weissabgleich, Farbtemperatur und Kontrast sind weitgehend festgelegt Weissabgleich, Farbtemperatur, Kontrast und Belichtung können sehr flexibel angepasst werden
Kleinerer Dynamikumfang Grösserer Dynamikumfang
Allgemeingültiges Speicherformat Kameraspezifische RAW-Formate
Schnellere Serienaufnahmen möglich Serienaufnahmen können durch grössere Dateien und Puffer begrenzt sein
Originaldatei kann überschrieben werden Originaldatei bleibt erhalten
Objektivkorrekturen nur begrenzt möglich Objektivkorrekturen können in RAW-Konvertern gezielt angewendet werden
Für KI-gestützte Detailverbesserung weniger geeignet RAW-Dateien bieten die bessere Grundlage für moderne KI-Software wie Lightroom, DxO PureRAW oder Topaz Photo AI
Seepromenade in Brissago mit hohem Dynamikumfang als Beispiel für RAW-Fotografie
Seepromenade in Brissago, Bild mit hohem Dynamikumfang

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Tipps für das Fotografieren im RAW-Format

Grafik: Helle Pixel enthalten mehr Bildinformationen als dunkle Pixel
Helle Pixel enthalten mehr Bildinformationen

Viele Kameras bieten die Möglichkeit, gleichzeitig im RAW- und JPEG-Format zu speichern. Das ist besonders praktisch: Das JPEG-Bild ist sofort verfügbar, während die RAW-Datei als digitales Negativ für eine spätere Bearbeitung erhalten bleibt.

Bei schwierigem Licht kann es sinnvoll sein, im RAW-Format eher etwas heller zu belichten – zum Beispiel um +0.3 EV. Helle Pixel enthalten mehr Informationen als dunkle Pixel und können im RAW-Konverter oft gut angepasst werden. Wichtig ist aber: Überstrahlte Bereiche ohne Zeichnung lassen sich auch aus RAW-Dateien nicht mehr sauber retten.

Schalten Sie deshalb die Überbelichtungswarnung oder das Histogramm Ihrer Kamera ein.

Denken Sie daran, dass RAW-Dateien viel Speicherplatz benötigen. Deshalb lohnt es sich, misslungene Bilder möglichst bald auszusortieren und einen sauberen digitalen Workflow für Sicherung und Verwaltung Ihrer Fotos aufzubauen.

Situationen, die gegen RAW sprechen

Wenn Sie sehr schnelle Serienaufnahmen machen möchten – etwa bei Sport, Action oder Tierfotografie –, kann JPEG im Vorteil sein. Die Kamera speichert JPEG-Dateien schneller und der Pufferspeicher ist weniger rasch gefüllt. Wenn Ihnen der richtige Moment wichtiger ist als maximale Bearbeitungsreserve, kann die feinste JPEG-Einstellung sinnvoll sein.

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Situationen, die klar für RAW sprechen

RAW lohnt sich besonders bei schwierigen Lichtverhältnissen, Gegenlicht, Sonnenuntergängen, Nachtaufnahmen, Landschaftsfotografie, Innenräumen mit Fenstern oder Szenen mit sehr hellen und sehr dunklen Bildbereichen.

Auch bei unterschiedlichen Lichtquellen bietet RAW grosse Vorteile. Der Weissabgleich kann später sehr flexibel korrigiert werden.

» Camera RAW Anleitung

RAW-Dateien und KI-Bildbearbeitung

Moderne KI-Programme wie Lightroom AI Denoise, DxO PureRAW oder Topaz Photo AI können aus RAW-Dateien deutlich mehr Details herausholen als aus bereits stark komprimierten JPEG-Bildern. Gerade bei hohen ISO-Werten, schwachem Licht oder schwierigen Kontrasten profitieren Fotografen heute stärker denn je von der Aufnahme im RAW-Format.

Im folgenden Beispiel habe ich in einem Zoo bei schlechten Lichtverhältnissen mit ISO 6400 fotografiert. Das RAW-Bild habe ich in PureRAW von DxO entrauscht und in Schwarzweiss umgewandelt. Das Ergebnis überzeugt mich:

ISO 6400 RAW-Foto nach Rauschreduzierung mit DxO PureRAW im Vorher-Nachher-Vergleich
Links Ausschnitt Originalbild mit ISO 6400, rechts entrauscht mit PureRAW

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RAW-Dateien in Windows anzeigen

Früher benötigte man für viele RAW-Formate spezielle Kamera-Codecs, damit Windows die Dateien im Explorer anzeigen konnte. Unter Windows 10 und Windows 11 ist die Situation einfacher geworden: Microsoft bietet die kostenlose RAW Image Extension an, mit der viele RAW-Formate direkt im Datei-Explorer angezeigt werden können.

Photoshop Elements, Adobe Camera RAW und Lightroom kommen mit vielen RAW-Formaten direkt zurecht. Für kostenlose Alternativen können je nach Arbeitsweise Programme wie Darktable oder RawTherapee interessant sein.

» Datensicherung Ihrer Fotos

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Das Beste aus RAW-Bildern herausholen

FAQ zum RAW-Format

Ist RAW immer besser als JPEG?

Nicht immer. Für Schnappschüsse, Serienbilder oder Fotos, die direkt geteilt werden sollen, reicht JPEG oft aus. Wer seine Bilder aber gezielt bearbeiten möchte, profitiert deutlich vom RAW-Format.

Warum sehen RAW-Bilder zuerst oft flauer aus?

RAW-Dateien sind noch nicht fertig entwickelt. Die Kamera hat Kontrast, Schärfe, Sättigung und Rauschreduzierung noch nicht endgültig angewendet. Erst im RAW-Konverter entsteht das fertige Bild.

Wie viel mehr Speicherplatz benötigen RAW-Dateien?

Je nach Kamera benötigen RAW-Dateien ungefähr die doppelte bis dreifache Dateigrösse einer JPEG-Datei. Bei modernen Kameras können RAW-Dateien auch deutlich grösser sein.

Soll ich RAW oder RAW+JPEG fotografieren?

RAW+JPEG ist für viele Fotografen eine gute Lösung. Das JPEG ist sofort verfügbar, während die RAW-Datei maximale Reserven für die spätere Bearbeitung bietet.

Kann ich RAW-Dateien mit GIMP öffnen?

GIMP selbst ist kein vollwertiger RAW-Konverter. In der Praxis werden RAW-Dateien zuerst mit einem Programm wie Darktable oder RawTherapee entwickelt und danach bei Bedarf in GIMP weiterbearbeitet.

Kann man überbelichtete Stellen mit RAW retten?

Nur begrenzt. RAW-Dateien bieten zwar mehr Reserven in hellen Bildbereichen, vollständig ausgebrannte, rein weisse Stellen ohne Zeichnung lassen sich aber auch mit RAW nicht mehr zuverlässig rekonstruieren.

Mein Fazit: Wann lohnt sich RAW?

RAW lohnt sich immer dann, wenn Sie das Maximum aus Ihren Fotos herausholen möchten. Besonders bei Landschaften, Gegenlicht, Nachtaufnahmen, schwierigen Kontrasten oder wichtigen Erinnerungsbildern ist RAW die bessere Grundlage.

JPEG bleibt trotzdem sinnvoll, wenn es schnell gehen muss, wenn Speicherplatz knapp ist oder wenn Sie die Bilder direkt aus der Kamera verwenden möchten. Für meine eigene Fotografie ist RAW aber meistens die bessere Wahl, weil ich beim Entwickeln am Computer deutlich mehr Spielraum habe.

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