Fotos im Schnee (1)
Schnee im Grauschleier
Der Winter ist für Fotografen eine besonders reizvolle Zeit. Kompositionen von schneebedeckten Landschaften und dem tiefen Blau des Himmels sind sehr eindrucksvoll. Doch gerade unter diesen Lichtverhältnissen werden die Belichtungsmesser, welche auf ein mittleres Grau geeicht sind, überfordert. Sie messen eigentlich „zu viel“ Licht, korrigieren die Blende oder Verschlusszeit und das fertige Bild zeichnet sich durch einen Schnee-Grauschleier aus. Man nennt dies auch „Unterbelichtung“.
Belichtungskorrekturen
Viele Kompaktkameras weisen ein Motivprogramm „Strand/Schnee“ auf, mit welchem die Belichtungskorrektur automatisch erfolgt. Wenn das Ergebnis nicht optimal ist oder kein solches Motivprogramm vorhanden ist, korrigieren Sie einfach den Blendenwert um eine, eineinhalb oder zwei Stufen (+ 1, + 1 ½ oder + 2). Achten Sie beim Betrachten des geschossenen Bildes darauf, ob der Schnee noch eine leichte Zeichnung aufweist. Wenn ja, ist das Bild richtig belichtet. Bei ganz weissem Schnee, welcher keine Konturen mehr aufweist, ist das Bild „Überbelichtet“ – es fiel zu viel Licht auf den Aufnahmesensor.
Falls an Ihrer Kamera keine Belichtungskorrektur möglich ist, können Sie auch den ISO-Wert (Empfindlichkeit) verändern. Wenn Sie von ISO100 auf die nächste Stufe stellen (ISO50), so entspricht das einer Verdoppelung des Lichteinfalls oder der Korrektur um eine Blendenstufe (+1).

Batterien / Akkus
In der kälteren Jahreszeit werden Sie feststellen, dass die Batterien oder der Akku Ihrer Kamera viel schneller schlapp machen. Unterkühlte Batterien / Akkus verlieren deutlich an Leistung. Deshalb empfehle ich Ihnen, immer Ersatzbatterien / einen Ersatzakku an der Wärme (Innentasche der Jacke) mitzunehmen. Meist leisten die in der Kälte schlappen Batterien nach einer Aufwärmzeit wieder mehr.