Qualitätskontrolle Ihrer Bilder - erstes Sortieren

Vom Fotoapparat sind die vielen geknipsten Aufnahmen schnell auf die Festplatte geladen. Wenn Sie da nicht gleich von Anfang an den Spreu vom Weizen trennen, werden Sie sich früher oder später über die Unmenge an mangelhaften Bildern in Ihrem Archiv ärgern. Schlechte Bilder sollen keinen Platz auf der Festplatte besetzen und regelmässig auch noch gesichert werden!
Fotos am Bildschirm betrachten
Wenn Sie sich Ihre Bilder am Display Ihrer Digitalkamera anschauen, werden Sie sich schon oft zu früh gefreut haben. Erst beim Blick auf den Bildschirm zeigt das geknipste Foto die "wahre Grösse". Jetzt kommt ein schlechter Kontrastumfang oder eine leicht ungenügende Schärfe kompromisslos zu Tage.
Sortieren Sie gleich am Anfang alle stark über- oder unterbelichteten und alle unscharfen Aufnahmen aus und löschen Sie diese.
Gewünschte Bildaussage erreicht?
In einem zweiten Schritt begutachten Sie die Wirkung des Motivs und des Bildaufbaus. Erzählt das Bild eine Geschichte? Wirken die Farben, das Motiv und der Bildaufbau auf Sie positiv? Wenn Sie nicht sicher sind, lassen Sie das Foto noch auf der Festplatte. Wenn Sie vom Ergebnis enttäuscht sind, löschen Sie es.
Bildserien reduzieren
Wenn Sie von einem Motiv aus verschiedenen Perspektiven und mit verschiedenen Bildauschnitten experimentiert haben, so reduzieren Sie nun die Anzahl der Bilder von 12 auf drei. Nach einer Pause oder am nächsten Tag schauen Sie sich die drei verbliebenen Bilder an und entscheiden sich für DAS beste Bild - oder, als Kompromiss, für die zwei besten.
75 bis 90 % Ausschuss sind keine Seltenheit
Fotografen, die viel experimentieren, produzieren auch einen grossen Ausschuss an Bildern, die wieder gelöscht werden können. Wenn Sie von Ihren Kindern Fotos schiessen, ist vielleicht eines von 30 Bildern wirklich genial. Das behalten Sie - den Rest können Sie getrost löschen.
Von den rund 250 Bildern, die ich bei einem Besuch in einer Stadt geknipst und am Ende auf die Festplatte kopiert habe, sind 12 Stück geblieben. Das sind weniger als 5 %. Das Sortieren - wohlgemerkt über Wochen - hat sich gelohnt. Geblieben sind 12 Blickfänge. Die Festplatte freut sich...



