Als Silhouetten werden Motive bezeichnet, die sich zwischen einer Hauptlichtquelle und der Kamera befinden. Durch den hohen Dynamikumfang wird das Hauptmotiv in reinem Schwarz – ohne Zeichnung – abgebildet, während der Hintergrund korrekt belichtet ist.
Silhouetten fotografieren
Tolle Silhouetten sind leicht zu erkennen. Es muss eine klare Form sein, damit das Motiv sofort wiedererkennt werden kann. Ein unförmiges Gebilde ohne Zeichnung überfordert unsere Vorstellung und macht den Reiz einer Silhouette zunichte.
Silhouetten eignen sich sehr gut als Schwarzweiss-Aufnahme. Keine Farben lenken ab, der Fokus bleibt auf die Form.
Location & Wetter:
- Das Motiv sollte sich zwischen Ihnen und einer starken oder grossen Lichtquelle befinden
- Um die Silhouette braucht es einen genügend grossen Leerraum, um wirken zu können
- Sehr gut eignet sich die Nebelsaison, da der oft störende Hintergrund im Nebel versinkt
- Morgen- und Abendstunden in allen Jahreszeiten
- auch bei hochstehender Sonne
- Beleuchtungen abends oder in der Nacht


Kameraausrüstung:
- Silhouetten können Sie mit allen Kameras, auch mit Smartphones fotografieren.
- Ideal ist jedoch die Möglichkeit zur Spotmessung, alternativ eine Belichtungskorrektur, damit die Silhouette keine Zeichnung mehr aufweist
- Streulichtblende
Kameraeinstellung:
- Programm- oder Zeitautomatik A/Av
- mittlere Blendenöffnung von f/5.6 bis f/11 (Sweet Spot)
- manuelle Scharfstellung oder Autofokus mit Speicherfunktion verwenden
- Belichtungsmessung auf Spotmessung umstellen
- Möchten Sie Schwarzweiss fotografieren, stellen Sie PICTURE CONTROL auf MONOCHROM. So zeigt die Vorschau des Bildes die Schwarzweiss-Wirkung. Speichern Sie die Bilder im RAW-Format, sind die Farben trotzdem in der Originaldatei enthalten und können zum Entwickeln in Schwarzweiss gute Dienste leisten.


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Tipps zur Aufnahme von Silhouetten:
- stellen Sie auf den Rand des Motivs scharf – zum Beispiel die Baumkrone
- Legen Sie eine starke, punktuelle Lichtquelle hinter das Motiv – die Silhouette
- mit der Spotmessung auf den Hintergrund die Belichtungswerte ermitteln
- alternativ können Sie die Belichtung manuell um – 2.0 bis – 3.0 EV korrigieren, je nach Intensität des Lichtes im Hintergrund
- Bildausschnitt so wählen, dass genügend Raum um das Motiv liegen kann
- Bei Personen oder Tieren weist eine Ansicht im Profil den besten Erkennungswert auf
- Kontrollieren Sie nach der Aufnahme, ob das Motiv im Schwarz versinkt. Das zugehörige Histogramm zeigt ein Clipping auf der linken Seite, bzw. eine Unterbelichtungswarnung.

- Ist das nicht der Fall, korrigieren Sie die Belichtung um – 1.0 EV
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