Lightroom

Virtuelle Kopie in Lightroom erstellen

Ausschnitt Fensterladen, Sony DSC RX100iii, Zeiss f/1.8-2.8 24-70mm, 42mm KB, 1/80s, f/3.5, ISO125

Ausschnitt Fensterladen

Virtuelle Kopie in Lightroom erstellen – und Sie sparen eine Menge Speicherplatz und behalten in der Bibliotheksansicht immer perfekt den Überblick. In dieser Anleitung zeige ich Ihnen, wie Sie eine virtuelle Kopie in Lightroom erstellen und verwalten können.

Virtuelle Kopie in Lightroom

Sie haben ein tolles Bild in der Bibliothek von Lightroom und möchten dieses aber parallel in ein ebenso aussagekräftiges Schwarz-Weiss-Bild verwandeln.

Sie könnten von Ihrer RAW-Datei eine Kopie erstellen und beide Bildvarianten nebeneinander speichern. Der Nachteil: Eine RAW-Datei benötigt viel Speicherplatz. Wenn Sie eine zweite Version Ihres Original-Bildes speichern, verdoppelt sich der verwendete Speicherplatz von 30 MB auf 60 MB.

Wenn Sie hingegen eine virtuelle Kopie in Lightroom erstellen, vergrössert sich der nötige Speicherplatz um vernachlässigbare, wenige KB. Warum?

Virtuelle Kopien sind keine fertigen Bilder. Die Daten für das Entwickeln einer virtuellen Kopie werden von der eingebetteten XMP-Datei des Originalbildes genommen und angepasst. Erst wenn Sie Ihre virtuelle Kopie exportieren, berechnet Lightroom aufgrund der XMP-Daten das fertige Bild. Die Änderungen gegenüber der originalen Datei werden lediglich in die Datei geschrieben – oder ausgelesen.





Virtuelle Kopie in Lightroom erstellen

  • Gehen Sie in Lightroom in die Bibliotheksansicht.
  • Wählen Sie Ihr Bild aus, von dem Sie eine virtuelle Kopie anfertigen möchten und klicken Sie es an.
  • Nun können Sie mit der Tastenkombination CTRL,STRG oder CMD + T direkt eine virtuelle Kopie anfertigen.
  • Alternativ klicken Sie ins Bild mit der rechten Maustaste und wählen Virtuelle Kopie anlegen.

virtuelle Kopie in Lightroom anlegen

  • Die virtuellen Kopien erkennen Sie in Lightroom an der links unten eingefalteten Ecke.
virtuelle Kopien in Lightroom
links das Original-RAW-Bild (grau hinterlegt) und rechts davon zwei virtuelle Kopien
  • Virtuelle Kopien werden automatisch mit dem Originalbild gestapelt. Das erkennen Sie an den beiden Linien links und rechts des ausgeklappten Stapels (1) und an der Anzeige, wie viele Bilder gestapelt sind (2).

virtuelle Kopien in Lightroom

  • Alle Bewertungen, Stichwörter, Entwicklungseinstellungen und andere Meta-Daten werden beim Erstellen einer virtuellen Kopie übernommen.
  • Lightroom erstellt für Ihre virtuelle Kopie selbstständig die Dateierweiterung /Kopie_1, /Kopie_2 usw. Wenn Sie einen anderen Namen haben wollen, wechseln Sie in die Bibliotheksansicht und geben unter MetadatenKopienname einen passenden Begriff ein.

Kopienname in Lighroom

  • Sollte das Feld Kopienname fehlen, wählen Sie oben links EXIF und IPTC aus.

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Virtuelle Kopie in Lightroom löschen

  • Wenn Sie virtuelle Kopien löschen wollen, müssen Sie vorsichtig sein: Die Daten für eine virtuelle Kopie sind in der Original-Bilddatei eingebettet. Wenn Sie das Original – Masterfoto genannt – löschen, sind auch alle virtuellen Kopien weg. Achten Sie deshalb immer beim Auslösen des Löschvorgangs, welches Infofeld auftaucht.
  • Wenn Sie eine virtuelle Kopie löschen wollen, erscheint folgendes Infofenster. Wenn Sie bestätigen, wird die virtuelle Kopie entfernt, das Masterfoto bleibt aber in Lightroom und auf Ihrem Speicherträger. Lediglich die Entwicklungseinstellungen und anderen Daten der virtuellen Kopie werden gelöscht.

virtuelle Kopie löschen

  • Wenn Sie ein Masterfoto löschen wollen, erscheint folgendes Infofenster. Wenn Sie bestätigen wird Ihr Masterfoto UND alle virtuellen Kopien, welche Sie aus diesem Original gezogen haben, aus der Bibliothek, bzw. vom Speicherträger gelöscht!

Masterfoto in Lightroom löschen

  • Sie können Ihre Lightroom-Bibliothek nach virtuellen Kopien filtern lassen. Gehen Sie in die Bibliotheksansicht. Klicken Sie auf Attribut und danach rechts auf das mittlere Symbol Virtuelle Kopien.

nach virtuellen Kopien filtern

  • Nun listet Ihnen Lightroom sämtliche virtuellen Kopien auf.

Problemfall RAW-Dateien

  • Xmp-Dateien unter Nef-DateienWenn Sie mit Ihren originalen RAW-Dateien arbeiten, erstellt Lightroom beim Ändern von Bild- oder Metadaten die nötigen Informationen in einer extern XMP-Datei. Geben Sie nun Ihre Originaldatei OHNE die XMP-Datei (Filialdatei) weiter, sind alle Änderungen, die Sie vorgenommen haben, nicht mit dabei. Ebenso alle virtuellen Kopien. Diese Informationen liegen nicht in der originalen RAW-Datei, sondern in der XMP-Datei. Diese müssen Sie also unbedingt mitliefern. Im Bild: NEF-Datei (RAW-Format Nikon) mit dazugehöriger XMP-Datei jeweils darunter.
  • Viel einfacher geht dies, wenn Sie Ihre RAW-Datei ins DNG-Format konvertieren. Das DNG-Format bettet die XMP-Daten in die Originaldatei. Sie müssen sich also um nichts kümmern, wenn Sie die Datei weitergeben wollen.

DNG-Dateien mit XMP eingebettet

  • Ein weiterer Vorteil: Die RAW-Dateien sind mit entsprechender Komprimierung deutlich kleiner und die Qualitätsunterschiede sind nur vereinzelt in der 1:1-Ansicht sichtbar.

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