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Fotografieren bei schelchtem Wetter

Schlechtes Wetter gibt es nicht...

Während viele Leute bei schlechtem Wetter zuhause bleiben, kann das für den Hobbyfotografen genau die richtige Zeit sein, um mit der Kamera auf die Pirsch zu gehen.

Viele Motive kommen gerade bei schlechtem Wetter und den diffusen Lichtverhältnissen viel besser zur Geltung. Es braucht nur einen guten Blick unter dem Regenschirm hervor.

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Schlechtwetter-Ausrüstung

Warm und wasserdicht anziehen, einen Hut aufgesetzt oder den Schirm dabei, die Ausrüstung gut geschützt - und schon kann es los gehen. Ich bewahre bei diesem Wetter die Kamera unter meiner Jacke und nimm sie nur hervor, wenn ich ein günstiges Motiv erblickt habe. Ein Hut mit einer grossen Krempe schützt dann mein Gesicht und die wertvolle Kamera vor zu viel Wasser. Bei starkem Regen habe ich die Kamera auch schon in einen Frischhaltebeutel verpackt. Das Stativ sollte wegen den "schlechten" Lichtverhältnissen dabei sein. So kann auch ein Schlechtwettermotiv mit einer mittleren Blende (f 12 - 16) scharf abgelichtet werden. Wenn's etwas zu garstiges Wetter gibt, eine Thermosflasche mit heissem Punsch oder Kaffee einpacken.

Entdecken der Langsamkeit

Viele Motive entdeckt man erst, wenn man sich beim Spazieren auch etwas Zeit nimmt, mal stehen bleibt, mal den Blickwinkel ändert. Als meine Kinder noch klein waren, entdeckte ich auf den Schleich-Spaziergängen so viele Dinge, denen ich früher nie Beachtung geschenkt habe - nur hatte ich damals keine Zeit, mit der Kamera zu hantieren.

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Belichtungskorrektur

Bei diffusen Lichtverhältnissen habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Belichtungsautomatik eher zu viel belichtet. Die Belichtung ist auf einen mittleren Grauwert ausgerichtet. Sobald das Motiv davon abweicht, und das wird es meistens, ist eine Korrektur angebracht. Motivprogramme "Hot Key" und "Low Key" können hier eine gute Unterstützung bieten. Ersteres korrigiert die Blendeneinstellung bei sehr dunkelfarbigen Objekten (schwarz), letzteres bei sehr hellen (weiss).

Meist mache ich eine Belichtungsreihe mit drei Bildern:  1x Normalmessung, 1x - 0.5 und 1x - 1.0 (- 1 Blendenstufe). Meist ist das zweite oder dritte Bild korrekt und satt belichtet. Im Notfall können Sie das Bild zu hause am Computer immer noch leicht verändern. Dazu brauchen Sie aber ein nahezu richtig belichtetes Bild oder - noch besser - eine Rohformat-Aufnahme, welche viele Kamerahersteller anbieten.

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