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Unterschiede Bildformate: jpg, tiff, raw, pgn

Dateiformate der digitalen Bilder

Um ein Bild auf einem Bildschirm anzeigen zu können, werden viele Informationen benötigt. Jeder Pixel (kleinste Einheit der elektronischen Bilder) enthält komplexe Informationen zur Darstellung der Farben.

Je nach dem Datei- oder Grafikformat werden diese Bildinformationen etwas anders gespeichert.

komprimierter Bildausschnit im jpg-Format
Bild 1: komprimierter Bildausschnitt im jpg-Format

.jpg oder .jpeg - Joint Photographic Experts Group

Das JPEG-Format ist in der Digitalfotografie am meisten verbreitet und somit das Standartformat für Fotodateien. Das Bildformat mit der Endung .jpg oder .jpeg wird von praktisch allen Bildbearbeitungsprogrammen unterstützt und kann von allen Internet-Browsern gelesen werden.

Der grosse Vorteil des JPEG-Formates ist die Farbtiefe von bis zu 24 Bit (16.7 Mio Farben) und der geringe Speicherbedarf bei entsprechender Komprimierung. Letzteres ist zugleich ein grosser Nachteil: Der Qualitätsverlust bei starker Kompression ist recht gross.

Im Web ist dieser Qualitätsverlust kaum sichtbar. Ein stark komprimierter Ausschnitt aus einem Foto (Bild 1), im Vergleich dazu unten zwei noch stärkere Ausschnitte, welche den Qualitätsverlust gut dokumentieren.

Die Digitalkameras speichern die Bilder in der Regel im JPEG-Format ab. Die Qualität der JPEG-Bilder können Sie an der Kamera selber einstellen. Meist werden die Qualitätsunterscheidungen L für large, M für middle und S für "small" (verschiedene Bildgrössen) und die Begriffe superfine, fine, basic verwendet. Erstere stehen jeweils für die beste Qualität.

Bildausschnitt ohne Komprimierung im jpg-Format
Bild 2: unkomprimiertes jpg-Format
Bildausschnitt mit starker Komprimierung im jpg-Format
Bild 3: stark komprimiertes jpg-Format

.tif - Tagged Image File Format

Die Vorteile des Tiff-Formates liegen bei seiner aussergewöhnlichen Flexibilität und Qualität. Durch die grosse Farbtiefe von bis zu 64 Bit wird dieses Format von Grafikern und Druckern verwendet.

Der Nachteil liegt im grossen Speicherplatzbedarf und als komprimierte Datei können Kompatibilitätsprobleme verschiedener Bildbearbeitungsprogramme auftreten.

RAW-Formate - Rohformate

Während die Digitalkamerasoftware beim Speichern eines Bildes im JPEG-Format die Informationen, welche die Dioden (Pixel) des Sensors liefern vor dem Speichern weiterverarbeiten (Weissabgleich, Farbtemperatur, Komprimierung), werden RAW-Formate ohne "Verfälschungen" gespeichert. Man bezeichnet solche Aufnahmen auch als "digitales Negativ". Die Bearbeitung der rohen Aufnahmen am Computer lassen deutlich mehr Eingriffe ohne grossen Qualitätsverlust zu.

Nachteilig ist der grosse Speicherplatzbedarf und das für die Bearbeitung meist zusätzlich benötigte Programm des entsprechenden Herstellers. In der Windows-Explorer-Umgebung (Vorschaubilder) werden RAW-Formate nicht angezeigt. Dazu gibt es aber eine kostenlose Erweiterung von Microsoft: Kamera Codec.

Vorteil ist die hervorragende, unveränderte Qualität der Rohaufnahme.

Die Dateiendung variiert je nach Hersteller: .crw, .raw, .nef und andere.

Weitere Dateiformate: gif, bmp und png

Nebst den für die Digitalkameras verwendeten Dateiformaten, welche oben vorgestellt wurden, gibt es noch weitere Dateiformate: .gif (für Grafiken verwendet, 1-8 bit Farbtiefe), .bmp (Windows-Programme) und .png (Betriebssystem unabhängig.)