Fototechnik

Digitale Fotografie

Digitale Fotografie - Fenster an Häuserfront, Nikon D7000, Nikkor f/4.5-5.6 55-300mm, 165mm KB, 1/750s, f/6.7, ISO100

Digitale Fotografie - Fenster an Häuserfront

Digitale Fotografie – digital fotografieren ist eine tolle Sache. Was wir heute mit den digitalen Bildern alles machen können, stellt die analoge Fotografie in den Schatten.

Herbstblatt im Gegenlicht - Fotografieren im Herbst

Herbstblatt im Gegenlicht, Nikon D5300, Sigma f/2.8 70-200mm, 300mm KB, 1/1000s, f/2.8, ISO100

Ein Blatt im Gegenlicht mit einem Tele-Zoom und einer Spiegelreflexkamera digital fotografiert.

Digitale Fotografie – digital fotografieren

Bildsensor Nikon D7000

Bildsensor Nikon D7000

Beim analogen Fotografieren werden die Lichtwellen des Motivs auf einen lichtempfindlichen Bildträger – Negativ- oder Diapositiv-Film – geleitet. Die Filme müssen entwickelt werden und die Fotos werden im Labor auf Fotopapier belichtet oder direkt ausgedruckt.

Bei der digitalen Fotografie werden die Lichtwellen auf ein lichtempfindliches elektronisches Bauteil – den Sensor – geleitet. Dieser besteht aus Millionen von lichtempfindlichen Dioden. Über diese ist ein Filter gelegt, da Dioden nur die Menge des Lichts auslesen können, nicht aber die Farben.

Prinzip des Bayer-Filters

Prinzip des Bayer-Filters

Dreifarbige Bayerfilter weisen jeder Diode die Farbwerte grün, blau un rot zu. Aus diesen Informationen werden die einzelnen Farbpixel berechnet. Die kamerainterne Software speichert die digitalen Signale der einzelnen Bildpunkte auf eine Speicherkarte.

Die Bildpunkte werden Pixel genannt. Damit wird die Auflösung einer Kamera bestimmt. Mehr Pixel heisst nicht immer bessere Bildqualität. Diese ist vor allem von der Grösse und Qualität des Sensors abhängig. » Halbformat- oder Vollformatkamera kaufen?

JPG- oder RAW-Format – digitale Fotografie

Je nach Kameramodell und -einstellung werden die vom Sensor empfangenen Daten vor dem Abspeichern mehr oder weniger bearbeitet: Der korrekte Weissabgleich wird berechnet, das Bild nachgeschärft, mit dem gewählten Farbprofil korrigiert. Am Ende werden die Daten komprimiert und in der Regel im JPG-Format abgespeichert, damit sie weniger Speicherplatz benötigen.

In hochwertigen digitalen Fotoapparaten können die Bilder in einem Rohformat (RAW-Format) gespeicher werden. In diesem Fall wird das Bild praktisch ohne Bearbeitung auf der Speicherkarte abgelegt. Man nennt diese Bilder auch digitale Negative, da Sie solche auf Ihrem Rechner zuerst mit einem RAW-Konverter entwickeln müssen. Das hat aber entscheidende Vorteile: Sie erreichen die höchstmögliche Bildqualität und können vielfältige Korrekturen (Belichtung, Farbe, Weissabgleich, Schärfe, Kontrast, usw) verlustfrei an Ihrem PC korrigieren und das Bild optimieren.

» Warum im RAW-Format fotografieren?

» Lightroom – die digitale Dunkelkammer

Knoten am Seeufer - Digitale Fotografie

Seilknoten am Seeufer, Nikon D7000, Nikkor f/4.5-5.6 55-300mm, 450mm KB, 1/1000s, f/5.6, ISO100


Vorteile digitale Fotografie

Obwohl die analoge Fotografie durchaus noch ihren Reiz hat, überwiegen für den grössten Teil der Fotografinnen und Fotografen die Vorteile der digitalen Fotografie.

  • Bilder können direkt nach dem Fotografieren betrachtet werden.
  • Sie können damit gleich korrigierend eingreifen und nachfotografieren.
  • Im Live-View-Modus können Sie die Auswirkung der Belichtungseinstellung komfortabel überprüfen.
  • Die Live-View-Ansicht erleichtert das Scharfstellen in schwierigen Situationen und bei zunehmendem Alter des Fotografen… 🙂
  • Die Live-View-Ansicht kann oft aufgeklappt werden. Sie haben auch bei Aufnahmen vom Boden aus die volle Kontrolle, ohne im Schmutz liegen zu müssen.
  • Der Live-View-Modus kann das ausgewählte Bild vergrössert werden. Das erleichtert das Fokussieren in schwierigen Licht- und Motivsituationen (Nachtaufnahmen, Makroaufnahmen…) deutlich.
  • Sie können ohne grossen Materialaufwand und Spezialraum Ihre Bilder selber am PC entwickeln, wenn Sie im RAW-Format fotografieren. Dazu empfehle ich Ihnen den Artikel Die digitale Dunkelkammer.
  • Sie können am PC Ihr Bild zuschneiden, einen neuen Ausschnitt nehmen, die Farben korrigieren, das Bild nachschärfen, in Schwarz-Weiss umwandeln, experimentieren usw.
  • Sie können in schwierigen Motivsituationen viele Bilder knipsen, ohne dass dies eine Kostenfolge auslöst (Entwicklung von Filmen).
  • Sie können die Empfindlichkeit des Bildsensors an der Kamera einstellen und so bei jedem Bild varieren. Beim analogen Material mussten Sie sich für einen Film entscheiden.
  • Die heutigen Bildsensoren sind bezüglich Empfindlichkeit den analogen Filmen deutlich überlegen.
  • Es ist viel einfacher, von einem digitalen Bild ein Fotoausdruck herzustellen oder zu bestellen.
hoher Kontrastumfang bei Gegenlicht - Baum im Herbstnebel

Hoher Kontrastumfang bei Gegenlicht, Nikon D5300, Tokina f/2.8 11-16mm, 16mm KB, 1/250s, f/8, ISO100, tonemapped mit PhotomatixPro

Nachteile – digitale Fotografie

  • Die Daten werden in einem bestimmten Speicherformat abgelegt. Das Sichern der Daten ist aufwändig und wer weiss, welche Dateiformate in 20 Jahren noch gelesen werden können.
  • Durch die viele Elektronik sind vor allem günstigere Digitalfotoapparate nicht sofort für einen Schnappschuss bereit. Da können gut und gerne 3 s vergehen, bis der Apparat eingestellt, das Objektiv ausgefahren und das Bild aufgenommen wird. Bei Spiegelreflexkameras besteht dieses Problem nicht oder weniger.
  • Wer nicht immer wieder die digitalen Bilddaten ausmistet, hat bald seine ganze Festplatte voll. Ich empfehle deshalb nach einer Fototour den digitalen Workflow durchzuziehen.

» Datensicherung Ihrer Fotos

» Den fotografischen Blick schulen

» Nikon D750 – Vollformatkamera



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