Fotopraxis

Wildlife Fotografie

Werner Schmäing - Wildlife Fotografie

Wildlife Fotografie hat einen besonderen Reiz: Während das Fotografieren von Tieren in Zoos oder Tiergärten relativ einfach ist, kann das Fotografieren in freier Wildbahn oder Tierreservaten Sie ziemlich herausfordern. Werner Schmäing hat im heimischen Garten mit den eigenen Haustieren gestartet und sich mit der Zeit als angesehener Tierfotograf etabliert.

Fotoausrüstung für Wildlife Fotografie

Mit einem Smartphone oder einer Kompaktkamera werden Sie auf einer Fotosafari zu wenig schnell sein und die Tiere kaum formatfüllend auf das Bild bannen können. Mit System- oder Spiegelreflexkameras erreichen Sie eine höhere Bildqualität und können auf unterschiedliche Brennweiten mit Wechselobjektiven zugreifen. Ein weiterer Vorteil sind die grösseren Bildsensoren und die lichtstärkeren Optiken.

Werner Schmäing, Canon EOS-1D Mark III at 300mm and f/2.8, 1/640sec, ISO 100

Werner Schmäing, Canon EOS-1D Mark III at 300mm and f/2.8, 1/640sec, ISO 100









Mit einer Spiegelreflexkamera schleppen Sie mehr Gewicht mit, sie liegt aber auch deutlich stabiler in der Hand wie eine kleine Kompakt- oder Systemkamera.

  • Spiegelreflex- oder Systemkamera, allenfalls eine Bridgekamera
  • Objektiv mit längerer Brennweite, um Tiere heranzoomen zu können, zum Beispiel 150-600mm oder 100-300mm – in Verbindung mit einer Halbformatkamera und dem Crop-Faktor erreichen Sie mit dem letztgenannten einen Brennweitenbereich von 150-450mm
  • Für Landschaftsaufnahmen benötigen Sie eine kurze Brennweite von 18 bis 35mm (Halbformatkameras 11 bis 24 mm)
  • Wenn Sie eine lichtstarke Brennweite  wie das Sigma f/2.8 80-200 mm verwenden, können Sie mit einem Telekonverter (1.4- oder 2.0-fach) die Brennweite deutlich verlängern. Der Konverter verringert jedoch die Offenblende auf f/4 (beim 1.4-fach-Konverter) oder f/5.6 (beim 2-fach-Konverter).
  • Einbein-Stativ oder Dreibeinstativ – lange Brennweiten führen viel eher zu Verwacklungen und sind schwieriger, stabil zu halten. Mit einem Einbein-Stativ sind Sie immer noch sehr mobil.
  • Genügend Akkus / Ladegerät / Mobiler Ladetank / Stromspannung und Stecker des Landes beachten
  • Speicherkarten / mobile Festplatte für die Sicherung / Bildertanks
  • Gewicht beachten (Fluggepäck)
  • Kameraanleitung als PDF auf dem Smartphone (für Notfälle)
Werner Schmäing - Wildlife Fotografie - Giraffe, Canon EOS-1D Mark III at 600mm and f/5.6, 1/500sec, ISO 200

Werner Schmäing – Wildlife Fotografie – Giraffe, Canon EOS-1D Mark III at 600mm and f/5.6, 1/500sec, ISO 200

Kameraeinstellungen für Wildlife Fotografie

Machen Sie sich vor der Reise schon gut mir Ihrer Kamera vertraut. Fotografieren Sie Ihre Haustiere oder Tiere in einem Tierpark oder Zoo. So können Sie die wichtigsten Einstellungen an Ihrer Kamera ausprobieren und damit kennen lernen.

Für die Tierfotografie eignet sich die Zeitautomatik A, Av am Besten. Sie wählen die Blende vor und die Kameraelektronik errechnet die nötige Belichtungszeit.

Zum Isolieren von Tieren vor einem unruhigen Hintergrund wählen Sie eine grosse Blendenöffnung (also kleiner Blendenwert) wie f/2.8 oder 4. So schmilzt die Schärfentiefe bei langen Brennweiten und Details des Hintergrundes verschwinden in Unschärfe.

In Kombination mit der ISO-Automatik erreichen Sie wohl die meisten Treffer: Sie stellen den ISO-Bereich selber ein – zum Beispiel ISO 50-1600. Zusätzlich können Sie längste gewünschte Verschlusszeit vorwählen. Das ist vor allem bei Teleobjektiven wichtig, damit die Aufnahmen nicht verwackelt sind. Ich wähle bei solchen Aufnahmesituationen und Verwendung des Sigma f/4-5.6 150-600mm die Werte 1/1000s oder 1/2000s. Ist nun zu wenig Licht für 1/1000s vorhanden, erhöht die Kameraelektronik den ISO-Wert bis maximal 1600.

Erfolgreiche Bilder schiessen – Wildlife Fotografie

Wenn Sie tolle Wildlife-Bilder schiessen wollen, benötigen Sie für die Safari einen Guide, der sich nicht nur gut auskennt, sondern der auch weiss, wann sich tolle Lichtstimmungen und Fotomotive ergeben. So wird die Ausbeute an guten Bildern viel höher sein. Es lohnt sich, dass Sie sich vorab gut informieren und einen entsprechenden Guide organisieren.

Sonnenuntergang - Canon EOS-1D Mark III at 300mm and f/2.8, 1/3200sec, ISO 200

Sonnenuntergang – Canon EOS-1D Mark III at 300mm and f/2.8, 1/3200sec, ISO 200

Der Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist deutlich kürzer als in unseren Breitengraden. Da gilt es, schnell zu reagieren und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Die Bilder in diesem Artikel sind alle vom Autor des ebooks „Safari-Fotografie“ Werner Schmäing gemacht worden. In diesem ebook finden Sie viele weitere Tipps für Wildlife- oder Safari-Fotografie. Das ebook können Sie kostenlos herunterladen (externe Webseite):

» ebook „Safari-Fotografie“ von Werner Schmäing

» Fotografieren im Zoo






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