Fotopraxis

Kameraeinstellungen Langzeitaufnahmen

Grosser Kreisel in Locarno, Nikon D7000, Tokina f/2.8 11-16mm, 16mm KB, 30s, f/11, ISO100, Stativ

Grosser Verkehrskreisel in Locarno

In diesem Artikel zeige ich Ihnen, mit welchen Kameraeinstellungen Sie die besten Effekte bei Nachtaufnahmen und Langzeitaufnahmen erzielen können.

Im ersten Teil Nachtaufnahmen erfahren Sie Tipps zur Ausrüstung, zu nützlichem Zubehör und für die Praxis. Unter Motivideen Langzeitbelichtungen finden Sie Ideen zum Umsetzen und Ausprobieren.

Kameraeinstellungen Langzeitaufnahmen

In diesem Artikel geht es um die Kameraeinstellungen bei Langzeitaufnahmen oder Nachtaufnahmen.

  • Für Einsteiger eignet sich das Motivprogramm Nachtaufnahmen. Dieses nimmt die wichtigsten Einstellung an Ihrer Kamera selber vor.
  • Wenn Sie die Einstellungen selber vornehmen, so wählen Sie eine möglichst tiefe ISO-Einstellung (50, 100 oder 200). Das gewährleistet knackig scharfe Fotos mit satten Farben. Wenn Sie allerdings das Bildrauschen als Effekt einsetzen wollen, gilt diese Regel nicht.
  • Fotografieren Sie im RAW-Format. Damit können Sie den Weissabgleich und viele weitere Korrekturen verlustfrei mit einem RAW-Konverter wie Lightroom vornehmen.
  • Schalten Sie die Rauschunterdrückung aus. Mit einem Bildbearbeitungsprogramm erreichen Sie bessere Ergebnisse. Zudem braucht die kameraeigene Rauschunterdrückung viel Strom und viel Zeit.
  • Schalten Sie bei Spiegelreflexkameras die Spiegelvorauslösung ein. Damit klappt der Spiegel vor der Aufnahme hoch und nach einer kurzen Pause, in welcher die leichten Erschütterungen der Kamera ausklingen, wird das Bild aufgenommen. Das Aufklappen des Spiegels kann kleinste Kameraerschütterungen auslösen, welche zu Unschärfe führen könnte.
  • Lösen Sie die Fotos mit einem Fern-, Kabel- oder dem Selbstauslöser (auf 2s Verzögerung eingestellt) aus.
  • Stellen Sie das Funktionswählrad auf M (manuell). In dieser Einstellung müssen Sie die Kombination von Blendenwert und Verschlusszeit selber wählen. Probieren Sie den optimalen Wert durch Versuche aus.
  • Wenn Sie in der Blauen Stunde fotografieren, kann es möglich sein, dass Sie noch mit der Zeitautomatik A/Av arbeiten können. Das geht meist nur bis zu einer Verschlusszeit von 30 oder 60 Sekunden.
  • Übersteigt die Verschlusszeit den längsten Wert Ihrer Kamera, müssen Sie auf Bulb stellen und die Kamera über einen Drahtauslöser (auch programmierbare Versionen erhältlich) auslösen.
  • Blenden Sie um mindestens zwei Stufen ab. Viele Objektive erreichen ihre beste Bildleistung zwischen Blende f/8 und f/16 im Sweet-Spot.
  • Eine kleine Blendenöffnung (f/16 oder f/22) führt bei Lichtquellen zu sternenförmigen Lichtstrahlen. Bei ganz geschlossener Blende nimmt die Beugungsunschärfe zu.
  • Stellen Sie den Bildstabilisator unbedingt aus. Diese Korrekturfunktion kann bei stabiler Lage zu Fehlkorrekturen führen.
Kirchturm von Ascona

Kirchturm von Ascona links ohne rechts mit Bildstabilisator auf Stativ

  • Verwenden Sie unbedingt ein Stativ oder stellen Sie die Kamera auf eine stabile, ruhige Unterlage.








Langzeitaufnahmen der Kirche von Magadino

Kirche von Magadino, Nikon D7000, Tokina f/2.8 11-16mm, 16mm KB, 4s, f/8, ISO100

» Ausrüstung & Zubehör für Langzeitbelichtungen

» Motivideen und Tipps für lange Belichtungszeiten

» Den fotografischen Blick schulen

» Die Blaue Stunde – available Light






Spiegelblick.ch - die Welt durch den Sucher betrachtet

Möchten Sie den Newsletter bekommen? » Melden Sie sich kostenlos an!




Seitencode: DT439