Tiefenschärfe - Schärfentiefe
Mit Tiefenschärfe oder Schärfentiefe bezeichnet man den Bereich vom nächsten bis zum entferntesten noch scharf abgebildeten Objekt.

| grosse Blende | f/2.8 |
| kleine Blende | f/11 | |||
Die gewählte Blende hat einen grossen Einfluss auf den Tiefenschärfenbereich. Um einen möglichst grossen Tiefenschärfenbereich zu erhalten, muss eine kleine Blende gewählt werden. Das erfordert meist eine längere Belichtung des Bildes (längere Verschlusszeit).
Bei Landschaftsfotografien ist es wichtig, eine grosse Schärfentiefe zu haben, damit der Vorder- und Hintergrund ebenfalls scharf abgebildet ist.
In der Portraitfotografie ist es genau umgekehrt: Mit einer grossen Blende kann der Schärfentiefebereich reduziert werden und das scharf abgebildete Portrait hebt sich vom unscharfen (weiter entfernten) Hintergrund ab.
Damit habe Sie bereits schon etwas über kreatives Gestalten mit der Blende erfahren.
Objektivwahl
Ein weiterer Faktor bestimmt mit der Blende zusammen die Tiefenschärfe: Die Brennweite des verwendeten Objektivs. Je kürzer die Brennweite, desto grösser ist die Tiefenschärfe und umgekehrt. Für Landschaften wählt der Fotoprofi kurze Brennweiten (17mm, 25mm, 35mm) und erhält zusammen mit kleiner Blende eine optimale Schärfe des ganzen Bildes. Für Portraits wählt er eine Brennweite von 80 bis 100mm. Damit wird die Schärfentiefe reduziert und die Person vom Hintergrund abgehoben, was ja erwünscht ist.
Weitere Tipps zum Thema:
- Verschlusszeit: Ist der abhängige Partner der Blende.
- Blende: Der Gegenspieler der Verschlusszeit. Sie regelt den Lichteinfall.
- Richtige Beleuchtung: Verschiedene Lichtverhältnisse ergeben verschiedene Stimmungen.



