Farbtemperatur (Teil 2)
Farbtemperatur als Gestaltungselement
Während Sie bei den Analogkameras mit Farbfiltern die Farbstimmung korrigieren oder verändern können, ist dies bei den Digitalkameras sehr viel einfacher geworden. Sie stellen den automatischen Weissabgleich ab beeinflussen ihn bewusst. Damit können Sie eine zu farbige Stimmung mit einer bewusst falsch gewählten "Farbstimmung" so verändern, dass kalte Farben entstehen. Solche Korrekturen können Sie bei Spiegelreflex- und gut ausgerüsteten Kompaktkameras problemlos selber vornehmen. Wenn das nicht möglich ist, können Sie sich mit einem Trick behelfen: Nehmen Sie farbige Blätter. Richten Sie die Kompaktkamera auf ein solches farbiges Blatt und wählen Sie "Weissabgleich setzen". Die Kameraelektronik kalibriert nun das vermeintlich weisse Blatt und korrigiert intern den Weissabgleich. Nun knipsen Sie ein Foto und vergleichen die Farbtemperatur. Mit der Zeit können Sie eine Auswahl an farbigen Blättern jeweils dabei haben und mit diesem Ablauf den Weissabgleich überlisten. Am Besten, Sie notieren gleich auf der Rückseite die erfolgte Wirkung.

- Einstellung: Tageslicht

- Einstellung: Kunstlicht
Wenn Sie auf der Kamera den Menüpunkt "Weissabgleich" wählen, können Sie Voreinstellungen auswählen. Nehmen Sie "Kunstlicht" bei Tageslichtverhältnissen, verändert sich die Farbwirkung deutlich. Auf den Vorschaumonitoren können Sie schon vor dem Knipsen die Wirkung vergleichen.
Weiter Tipps zum Thema:
- Schärfentiefe: Wie gross ist der Bildbereich, der scharf abgebildet ist?
- Verschlusszeit: Ist der abhängige Partner der Blende.
- Nachtaufnahmen: Ein faszinierendes und kreatives Gebiet der Fotografie.
- Innenaufnahmen: Blitz ist Gift!



