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Bildrauschen

"Konfetti" auf Nachtaufnahmen

Detailaufnahme Bildrauschen ohne Rauschunterdrückung

Falls Sie schon einmal versucht haben, mit Ihrer Digitalkamera Nachtaufnahmen zu machen, ist Ihnen dieses Phänomen vielleicht auch schon aufgefallen: Sie schauen sich das Bild auf dem Computer an und bemerken, dass das gesamte Foto mit bunten Pünktchen verunstaltet ist. So hat Ihr Motiv ja definitiv nicht ausgesehen!

Um das Phänomen des Bildrauschens zu verstehen, müssen Sie etwas über die Welt des Aufnahmechips wissen: Der Aufnahmesensor mit den lichtempfindlichen Dioden (CCD-Charged Coupled Device) wandelt das Licht in elektrische Spannung um. Je mehr Licht auf die Dioden fallen, desto mehr Spannung wird aufgebaut. So kann das Licht in digitale Informationseinheiten umgewandelt werden.

Grundspannung des Aufnahmesensors

Da auf diesem Aufnahmesensor eine Grundspannung herrscht, kann diese bei spärlichen Lichtverhältnissen die durch das Licht erzeugte Spannung überdecken. Es entstehen falsch interpretierte Bildinformationen, welche durch das Bildrauschen sichtbar werden. Bei Tageslicht besteht dieses Problem kaum, weil die beschriebenen Störung meist bei Belichtungszeiten von länger als 1/4 Sekunde auftreten (kamerabedingt).

Rauschunterdrückung

Bei modernen Kameras kann die Rauschunterdrückung (Rauschfilter) für Nachtaufnahmen eingeschaltet werden. Dadurch verlängert sich aber die Speicherzeit meist über das doppelte, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Das Problem verschärft sich noch, wenn die Kamera aufgewärmt ist oder/und die Bilddatei in JPEG-Dateien stark komprimiert werden.

Bild ohne Rauschunterdrückung

Bild mit Rauschunterdrückung

Bild ohne Rauschunterdrückung (Detailansicht)
Ohne Rauschunterdrückung. Das Bildrauschen wird hier auf dem weissen Teil rechts unten deutlich sichtbar.
Bild mit Rauschunterdrückung (Detailansicht)
Mit Rauschunterdrückung. Das Bildrauschen wurde deutlich reduziert und das "Weiss ist wieder einigermassen weiss.


Aufnahmedaten:
Testbild mit Nikon D7000, ISO 6400, F 4, 1/60, 27 mm, einmal ohne und einmal mit starker Rauschunterdrückung, 10-fache Vergrösserung (Ausschnitte unten).


Weitere Tipps zum Thema:

  • Blende: Der Gegenspieler der Verschlusszeit. Sie regelt den Lichteinfall.
  • Nachtaufnahmen: Ein faszinierendes und kreatives Gebiet der Fotografie.
  • Belichtung: Die Empfindlichkeit des Bildträgers bestimmt die Qualität.
  • Richtige Beleuchtung: Verschiedene Lichtverhältnisse ergeben verschiedene Stimmungen.