Kinderfotos - der besondere Moment
Es sind die Bilder, welche die frischgebackenen oder gestandenen Eltern gerne herumzeigen: Besondere Momente ihrer eigenen Kinder. Wie gelingen Bilder unseres Nachwuchses am besten? Worauf sollten Sie bei Kinderbilder achten?
Kamerastandpunkt

Den richtigen Aufnahmestandpunkt kennen immer noch die wenigsten: Für gute Fotos sollte man die Kamera auf die Augenhöhe der Kinder senken. Wer aus dem Stand den kleinen Zappelphilipp ablichtet, erhält ein Bild "von oben herab", was sich für Kinderfotos selten gut mach. Ausnahmen bestätigen die Regel: Nach einem Ungeschick des Stammhalters kann ein Bild von oben herab die schwierige Situation unterstützen.
Versuchen Sie, auch mit exotischen Perspektiven zu arbeiten. Bei diesem Bild befand sich die Kamera etwa auf Fusshöhe des Kindes. Da es eine Gegenlichtaufnahme war, wurde zur Aufhellung der Schattenpartien der Aufhellblitz verwendet.
Typische Fototage gibt es nicht

Von mir gibt es im Album Fotos von Weihnachten, Ostern, Geburtstag, den Ferien und vielleicht von einem speziellen Familienausflug. Nehmen Sie die Kamera, sofern das möglich ist, überall mit. Oft entstehen im Alltag die tollsten Bilder und dokumentieren das Leben der Sprösslinge, welches nicht nur aus Familienfesten besteht. Warum nicht einmal ein Bild während einem normalen Mittagessen, bei den Hausaufgaben, am Abend ganz müde unter Decke?
Versteckte Kamera

Es muss und soll nicht immer nur gestellte Aufnahmen geben. Sie kennen das sicher aus der eigenen Erfahrung: Man soll sich auf dem Schoss der Tante bequem machen und lächeln - dabei ist einem an diesem Ort überhaupt nicht darum.
Knipsen Sie Bilder, wenn Sie von den Kindern nicht bemerkt werden. Verwenden Sie, wenn das möglich ist, längere Brennweiten, um die Distanz zu den Kindern zu vergrössern. Wenn die Sprösslinge in ihr Spiel vertieft sind, wird die Umgebung gar nicht mehr richtig wahr genommen - ein idealer Moment für eine besondere Aufnahme.
Mit den Digitalkameras können Sie Bilder knipsen, bis die Speicherkarte voll ist. Das kostet Sie gegenüber den früheren Negativ- oder Diapositivfilmen kaum mehr was. Am Computer löschen Sie alle nichts aussagenden Bilder wieder.
Versteckte Kamera

Schiessen Sie Bilder "aus der Hüfte" heraus, ohne wissen zu können, was heraus kommt. Vielleicht ist unter den 50 Zufallsfoto genau ein Bild dabei, welches sich für das Album lohnt.
Nachknipsen
Bei gestellten Aufnahmen für das Familienalbum stellen Sie die Serienaufnahme ein. So lange Sie nun den Auslöser drücken, werden je nach Kameramodell mehrere Bilder pro Sekunde geschossen. Ich habe oft festgestellt, dass die Kinder auf der erste Aufnahme etwas angespannt gewirkt haben und sie nach dem ersten Klick viel natürlicher in die Linse gucken.
Geschichten erzählen
Machen Sie in kurzer Abfolge mehrere Bilder. Erzählen Sie damit eine kleine Geschichte. Solche Sukzessionen sind in Alben Blickfänger.
Besondere Momente

Beobachten Sie Ihre Kinder beim Spielen. Nähern Sie sich zum Fotografieren möglichst unauffällig. Sie können das Kind mit Ihrem Interesse an der Spielsache in ein Gespräch verwickeln, ohne es aus der "Phantasiewelt" herausholen zu müssen.
Warten Sie den besonderen Moment ab. Dieses Foto ist aus einer Reihe heraus entstanden. Im ersten Bild war das Kind ins Spiel vertieft. Es hörte, dass ein Auslöser gedrückt wurde und schaute, immer noch ins Spiel vertieft, auf.
Zeigen Sie zuhause den Kindern die ausgewählten Bilder und lassen Sie sie mit Ihnen darüber freuen. Damit verliert der Nachwuchs eventuelle Berührungsängste mit der Kamera.
Ich habe schon früh den Kindern die Kamera unter Aufsicht in die Hand gegeben. Sie durften auch mich fotografieren und hatten fortan nicht nur Spass am Selber-Knipsen, sondern auch am Geknipst-Werden.






