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Die blaue Stunde - Available-Light-Aufnahmen

avaiable Light - Aufnahmen - bei noch vorhandenem Licht fotografieren

Eine ganz besondere Stimmung erzeugt die "blaue Stunde", die Zeit zwischen der Dämmerung, dem Sonnenuntergang und der Nacht. Das spärlich vorhandene blaue Licht hat in Kombination mit dem künstlichen Licht einen ganz besonderen fotografischen Reiz-

"Available-Light" bedeutet "bei vorhandenem Licht fotografieren" und schliesst Aufhellungen durch Blitzgeräte aus - obwohl diese für das Aufhellen von Personen auch eingesetzt werden können.

Der Reiz der Blauen Stunde

Im Gegensatz zu Nachtaufnahmen werden in der "blauen Stunde" die Konturen der Umgebung durch das spärliche Licht noch genügend ausgeleuchtet und wirken daher plastischer.

Die Kombination des "blauen Lichtes" mit dem warmen Kunstlicht aus den Gebäuden ergibt einen tollen Kontrast und intensiv farbene Bilder.

Technische Voraussetzungen

  • Für die schwachen Lichtverhältnisse benötigen Sie für Ihre Kamera eine stabile Unterlage, am besten ein stabiles Stativ.
  • Ein Funk- oder Drahtfernauslöser ist sehr praktisch. Die Kamera kann aber auch mit dem Selbstauslöser gesteuert werden.
  • Die Schärfeneinstellung könnte durch das schwache Licht Probleme geben. Eine manuelle Einstellmöglichkeit ist von Vorteil (Spiegelreflexkamera). Meine Nikon D7000 hatte mit dem spärlichen Licht aber überhaupt keine Probleme.
  • Die spärlichen Lichtverhältnisse erfordern unter Umständen eine erhöhte Empfindlichkeitseinstellung, die jedoch auf die Qualität Auswirkungen hat. Da Sie mit einem Stativ lange belichten können, erreichen Sie trotz ISO 100 locker einen Blendenwert von f 16 oder höher.
Tonhalle St. Gallen - Beginn der blauen Stunde
Tonhalle St. Gallen - Beginn der blauen Stunde
Tonhalle St. Gallen - Ende der blauen Stunde
Tonhalle St. Gallen - Ende der blauen Stunde

Praktische Tipps für die Blaue Stunde

  • Wenn Sie Ihre Kamera auf ein Stativ montieren, schalten Sie den Bildstabilisator unbedingt aus.
  • Wählen Sie an Ihrer Kamera eine möglichst kleine Blende (zum Beispiel f 22). Sie erhalten damit eine grossen Schärfentiefe und die vorhandenen Lichter werden mit sternartigen Reflexen dekoriert.
  • Wählen Sie bei langen Belichtungszeiten an Ihrer Kamera die Spiegelvorauslösung. Schon feinste Erschütterungen könnten das Bild leicht unscharf machen.
  • Kontrollieren Sie nach der Aufnahme die Schärfe des Bildes im Display mit der Lupen-Taste (+).
  • Erstellen Sie bei schwierigen Lichtverhältnissen eine Belichtungsreihe mit Korrekturen von - 1.5 bis + 1.5 in halben Blendenschritten. So können Sie zuhause am Computer die optimalste Belichtung auswählen.
  • Moderne Spiegelreflexkameras haben Bildsensoren, die auch bei schlechtem Licht sehr gute Ergebnisse liefern, während günstige Kompaktkameras ab ISO 800 unbrauchbare Aufnahmen liefern.
  • Die "blaue Stunde" dauert in Mitteleuropa etwa 30 bis 45 Minuten. Planen Sie Ihre Aufnahme am besten schon vor der "blauen Stunde"!
  • Wenn Sie die Möglichkeit haben, die digitalbilder im Rohformat zu speichern, so machen Sie davon gebrauch. So können Sie die Farbstimmungen und Belichtungskorrekturen zuhause am Computer verlustfrei vornehmen.
Eingang Tonhalle St.Gallen zur blauen Stunde
Nikon D7000, 18 mm (27 mm KB), 8 s, f 20, ISO 100