Monotonie als Motiv
Im Herbst und Winter oder bei schlechtem Wetter dominieren die monochromen (einfarbigen) Motive. Sie können jedoch gerade deshalb einen besonderen Reiz ausstrahlen. Es lohnt sich durchaus, auch bei schlechtem Wetter die Fotoausrüstung einzupacken und auf Motivsuche zu gehen. Sie werden überrascht sein, was Sie alles "Fotogenes" finden werden.
Ausrüstung:
Das Wichtigste bei diffusen Lichtverhältnissen ist ein Stativ. Wenn Sie keines dabei haben, hilft manchmal eine stabile Auflagefläche auf einer Mauer, einem Autodach, einem Gartenpfahl. Sie werden damit aber oft eingeschränkt sein. Ein lässt Ihnen da einen sehr viel grösseren Spielraum offen und erlaubt es, auch mit langen Verschlusszeiten zu arbeiten.
Die folgenden Bilder sind an einem typischen Regentag im Herbst ausnahmslos mit einem Stativ aufgenommen. Dies liess trotz schlechten Lichtverhältnissen eine mittlere Blende (um f12) zu.
Es müssen ja nicht immer Bilder sein, die mit Motiven voll gestopft sind. Im Herbst kommt wieder die Jahreszeit, in der man Bilder mit wenig heraus stechenden Motiven knipsen kann. Oft bergen monotone, einfache Bilder eine grosse Faszination in sich. Dort, wo ein auffallendes Motiv fehlt, werden die Gedanken und Phantasien der Betrachter zusätzlich angeregt.
Die Einfachheit wagen
Auffallende Motive werden schnell gefunden. Darum sind sie ja "auffallend". Etwas schwieriger und mehr Geduld brauchen oft die einfacheren Sachen. Meist lohnt es sich, einmal stehen zu bleiben und die Umgebung genau wahr zu nehmen. In der Zeit, als ich mit den kleinen Kindern spazieren ging, wurde mir diese Technik wieder bewusst: Die Kinder entdecken die grosse Welt. Sie sehen kleine, unscheinbare Dinge ganz gross. Da ein Marienkäferchen an einem Blatt, dort eine kleine Häuschenschnecke auf Schleichwegen, ein Stein mit einer besonderen Musterung usw.







