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Motivprogramme

Motivprogramme helfen Ihnen, bei verschiedenen Aufnahmesituationen die richtigen Einstellungen vorzunehmen. Wo Sie früher manuell in die Belichtungsmessung und Verschlusszeitregelung eingreifen mussten, um mit Erfahrungswerten ein falsch belichtetes Bild zu vermeiden, nehmen Ihnen die Motivprogramme die meisten Entscheidungen ab. So wird die Trefferquote von gut belichteten Bildern entscheidend erhöht. Trotzdem finde ich es wichtig, wenn Sie "hinter" diese Entscheide sehen. So werden Sie Ihre Erfahrungen ausbauen und auch mal korrigierend eingreifen können.

Die kleinen Helfer...

Ich stelle Ihnen ein paar Programme, welche auf den meisten Digitalkameras vorhanden sind:

Portraits mit AufhellblitzPorträt: Mit dieser Einstellung lassen sich gute Porträts knipsen. Die Kamera stellt die Verschlusszeit und Blende so ein, dass sich der Hintergrund möglichst vom wichtigen Hauptmotiv (Gesicht, Brustbild...) abhebt.

Manuell: Zoomen (ca. 80-100mm Brennweite), grosse Blendenöffnung(ca. f 4 bis f 5.6) verwenden). Hintergrund weit vom Objekt entfernt. Ruhigen Hintergrund wählen.

Nachtporträt: Person oder Personengruppe in der Dämmerung oder nachts vor Kulisse ablichten. Belichtung wird auf Kulisse errechnet (lange Verschlusszeit, je nach Lichtverhältnissen) und der Blitz hellt die Person/en im Vordergrund auf. Evt. Stativ nötig (Verwacklungsgefahr), Person nicht zu weit weg (Blitzreichweite!).

Manuell: Belichtung auf Hintergrund vornehmen, evt. Stativ verwenden, Aufhellblitz einstellen.

Strand und SchneeStrand/Schnee: Beide Motive werden bei normaler Belichtung zu dunkel abgebildet. Dieses Motivprogramm korrigiert um einen oder zwei Blendenstufen, damit der Schnee auch wirklich weiss bleibt.

Manuell: Belichtungskorrektur nötig: +1.0 / + 1.5 / + 2.0.

Nachtaufnahme: Wenn die Lichtverhältnisse knapp werden, wählen Sie diese Einstellung für Landschaften, Gebäudeaufnahmen etc. Stativ verwenden, denn mit den nötigen langen Verschlusszeiten wird sonst alles verwackelt.

Manuell: Im manuellen Modus Belichtung messen, Kamera auf ein Stativ montieren. Selbstauslöser wählen (Erschütterung beim Auslösen per Fingerdruck vermeiden). Eventuell Belichtungskorrektur mit +/- - Taste.

Nahaufnahmen von BlätternNahaufnahme: Ideal für Pflanzen, Insekten und andere kleine Objekte. Durch den nahen Focus wird der Hintergrund sanft verschwommen. Bei meiner Kompaktkamera kann ich mit der Weitwinkel-Einstellung bis auf eine Distanz von 4 cm ans Motiv. Stativ empfohlen, weil schon die kleinste Bewegung der Kamera bewirken kann, dass sich das Motiv ausserhalb des eingestellten Schärfenbereichs befindet.

Manuell: Meist nur mit speziellen Objektiven möglich.

Sonnenaufgänge - SonnenuntergängeSonnenauf-/untergang: Belichtung wird auf die herrschenden intensiven Farbtöne eingestellt und korrigiert.

Manuell: Belichtungskorrektur nötig: + 0.5 / +1.0 / + 1.5 / + 2.0.

Landschaft: Optimal zur Verstärkung der Farben, Konturen und Kontraste von Landschaften, Wäldern, Wolkengebilden etc. Kleiner Blendenwert garantiert eine grosse Schärfentiefe.

Manuell: Weitwinkelobjektiv, kleine Blendenöffnung wählen (f 8, f 11, f 16 oder f 22).

InnenaufnahmenInnenaufnahme: Für stimmunsvolle Bilder bei unterschiedlicher Beleuchtung (Kerzen, Tageslicht, Kunstlicht). Oft wird ein Stativ nötig (Verwacklungsgefahr).

Manuell: Belichtungsmessung, Stativ.

Gegenlicht/Aufhellblitzen: Optimal bei schwierigen Lichtverhältnissen (Licht kommt aus der Gegend des Motivs). Motiv wäre bei einer normalen Belichtung total im Schatten und kaum erkennbar. Die Digitalkamera zündet zusätzlich zur gemessenen Belichtung den Blitz und hellt Motiv auf.