Falsch belichtete Bilder
Rubrik: Besser fotografieren lernen
Seit die Kameramodelle die Belichtung durch das Objektiv selber berechnen können, sind falsch belichtete Aufnahmen seltener geworden. Wird ein Foto trotzdem über- oder unterbelichtet, sind meist ungewollte manuelle Einstellungen oder extrem starkes / extrem schwaches Licht dafür verantwortlich.
Belichtungsmesser auf mittleres Grau geeicht
Da die Belichtungsmesser auf einen mittleren Grauwert geeicht sind, kann es bei Bildern mit viel schwarz (Low-Key-Aufnahmen) oder weiss (High-Key-Aufnahmen) zu Falschmessungen kommen.
Belichtungsmesser irritiert
Bekannt sind Fotos im Winter mit viel Schnee oder Strandaufnahmen. Wird nicht das entsprechende Motivprogramm gewählt, erscheint der Schnee bläulich und nicht mehr strahlend weiss. Das Bild wurde um eine oder eineinhalb Blendenstufen zu knapp belichtet.
- Bild 1 ist zu knapp belichtet
- Bild 2 ist korrekt belichtet
Bei diesen beiden Bildern sieht man die Auswirkung einer Fehlbelichtung sehr gut: Beim Bild 1 ermittelte der Belichtungsmesser aufgrund der grossen weissen Fläche eine zu knappe Belichtungszeit, bzw. eine zu kleine Blende. Dadurch wurde das Weiss zu einem Grau. Das Bild 2 rechts ist korrigiert und korrekt belichtet. Die weisse Fläche bleibt weiss.

- Histogramm zu Bild 1

- Histogramm zu Bild 2
Gerade bei solchen Aufnahmen im Grenzbereich ist eine Interpretation der Histogramme, welche bei vielen Kameras angezeigt werden kann, sehr hilfreich. Das geübte Auge sieht beim Histogramm auf den ersten Blick, dass die Schwarz-Anteile (links im Histogramm) zu stark gehäuft sind, was oft auf eine Unterbelichtung hindeutet. Beim zweiten Histogramm ist die Verteilung der Farb- und Grauwerte flacher.



