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Die optimale Verschlusszeit wählen

Rubrik: Besser fotografieren lernen

Die modernen Fotokameras nehmen dem Benutzer praktisch die ganze Arbeit ab: Die Sensoren messen den Lichteinfall und die Lichtmenge und ermitteln innerhalb eines Sekundenbruchteils die korrekte Verschlusszeit und den passenden Blendenwert.

Kette am Seeufer mit Wassergischt

Wenn Sie auf den Schärfentiefenbereich und die Gestaltung bewegender Motive Einfluss nehmen möchten, müssen Sie korrigierend eingreifen und Verschlusszeit oder Blendenwerte den Bedürfnissen anpassen.

Im aufgenommenen Motiv - Kette im Sand - wirken die vielen Steine im Vordergrund sehr unruhig. Die Kamera ermittelte eine Verschlusszeit von 1/500 s, weshalb die "Gischt" eingefroren wurde und das Bild zusätzlich "unruhig" macht.

Verschlusszeit manuell anpassen

Um dem Bild den dynamischen Effekt des Wassers zu verleihen und das Bild allgemein ruhiger zu gestalten, habe ich die Verschlusszeit von 1/500 s im ersten Bild auf 1/40 s verlängert. Dafür musste ich die Empfindlichkeit von ISO 800 auf ISO 100 reduzieren.

Nach dem Fotografieren habe ich das Bild am Computer noch etwas zugeschnitten, damit im Vordergrund nicht zu viele Steine den Blick von der dynmaischen Wasserwelle ablenken und der "goldene Schnitt" zum Tragen kommt.

Kette im Sand am See mit Welle
Nikon D7000, 105 mm (157 mm KB), 1/40 s, f 14, ISO 100

Tipps für bessere Bilder

  • Wenn Sie bewegte Objekte fotografieren möchten, experimentieren Sie mit der Verschlusszeit. Mitzieh-Effekte und Verwischeffkte können dem Bild einen optimalen Touch verleihen.
  • Eine kurze Verschlusszeit "friert" Bewegungen ein, eine lange Belichtungszeit erzeugt "Verwischeffekte".